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Sexuelle Orientierung und Partnerschaftsdauer
Geschrieben von Christoph Schaefer (Gleichklang Limited)   
Thursday, 09 November 2006

Homosexuelle Beziehungen sind instabil, durch Streit und Konflikte geprägt. Dieses Urteil - oder besser Vorurteil - ist nur schwer auszurotten. Gerade in den Köpfen christlicher Fundamentalisten hat sich diese Meinung geradezu eingegraben.

Mit dem gleichen Argument wird gar für schwule und lesbische Paaren die gesellschaftliche Anerkennung ihrer Lebensgemeinschaften in Abrede gestellt. Wissenschaftlich ist dies freilich unhaltbar. Denn, so berichten die leitenden Psychologen der Internet Partnervermittlung www.Gleichklang.de, Studien belegen, dass die Stabilität partnerschaftlicher Beziehungen von der sexuellen Orientierung unabhängig ist.

Im Durchschnitt sind homosexuelle Beziehungen etwas kürzer als ihr heterosexuelles Pendant. Dieser Mittelwerteffekt wurde in mehreren Studien beobachtet und kann als etabliert gelten. Belegt dies das Urteil christlicher Fundamentalisten und anderer konservativer Kreise, dass Homosexualität einer tragfähigen Partnerschaft abträglich ist. Mitnichten, so die leitenden Psychologen der Internet Partneragentur Gleichklang. Denn zum einen sind Mittelwertunterschiede eben nur Mittelwertunterschiede, die wenig oder gar nichts über den Einzelfall sagen. Zahlreiche schwule Paare sind seit Jahrzehnten zusammen. Zum anderen wird hier ein Effekt des Geschlechts mit einem Effekt der sexuellen Orientierung verwechselt. Lesbische Paare sind im Durchschnitt noch einmal deutlich länger zusammen als heterosexuelle Paare. Damit wird aber deutlich: Mit Homosexualität an sich hat die im statistischen Durchschnitt geringere Dauer von schwulen Partnerschaften nichts zu tun. Der scheinbare Effekt der Homosexualität ist in Wirklichkeit ein Geschlechtsunterschied.

In der psychologischen, biologischen und soziologischen Forschung werden unter anderem auch soziobiologische Ansätze benutzt, um die (im Durchschnitt) unterschiedlichen Formen der Partnerschaftsgestaltung zwischen Männern, Frauen, Lesben, Schwulen, Heterosexuellen und Bisexuellen  erklären zu können. Dargelegt wird von diesem Denkansatz, dass eine geringere Neigung zur Polygamie bei Frauen bestehe und dass sich dies günstig auf die Partnerschaftsdauer auswirke. Treffen nun zwei Frauen aufeinander, sollte sich, wenn die soziobiologische Hypothese stimmt, eine längere Beziehungsdauer ergeben.

Was sich trotzdem verbietet, ist eine jede Generalisierung auf den Einzelfall. Allerdings beobachtet auch die auf die Vermittlung dauerhafter Beziehungen spezialisierte Internet Partneragentur Gleichklang, dass ihr Angebot einer psychologischen Partnersuche besonders hohen Anklang bei Lesben erhält. Zudem beginnen die lesbischen Mitglieder auch bereits bei weniger Vorschlägen, intensiv miteinander zu kommunizieren, womit sie sich von den heterosexuellen ebenso wie von den schwulen Mitgliedern des Portals unterscheiden. Deutlich wird hier auch für die Gleichklang-Psychologen eine erhöhte Beziehungsorientierung lesbischer Frauen.  Doch sollten derartige Tendenzen nicht überschätzt werden. Denn am Ende ist die Passung der Lebensstile entscheidend, ob eine Partnerschaft hält oder zerbricht.  Bei guter Übereinstimmung in Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmalen sind hohe Beziehungszufriedenheit und Partnerschaftsdauer erzielbar, unabhängig von den Faktoren des Geschlechts und der sexuellen Orientierung.