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Herstellung von Seide - Qualität beginnt schon beim Haspeln
Geschrieben von Schramm   
Sunday, 17 February 2008

Seide ist nicht gleich Seide. Die Dupionseide, die sich ja durch ihre typisch unregelmäßige, natürliche Struktur definiert, wird in Deutschland besonders gerne und häufig gekauft. Dass hierbei die Stoffe besonders große Unterschiede in den Qualitäten aufweisen, ist vielen Käufern oft nicht bewußt. Wir möchten im Folgenden zeigen, dass alleine der Prozeß des Abhaspelns des Seidenfadens große Risiken birgt und viele Fehler gemacht werden können.

 


Seide ist nicht gleich Seide. Die Dupionseide, die sich ja durch ihre typisch unregelmäßige, natürliche Struktur definiert, wird in Deutschland besonders gerne und häufig gekauft. Dass hierbei die Stoffe besonders große Unterschiede in den Qualitäten aufweisen, ist vielen Käufern oft nicht bewußt. Wir möchten im Folgenden zeigen, dass alleine der Prozeß des Abhaspelns des Seidenfadens große Risiken birgt und viele Fehler gemacht werden können.

 

Dupionseide ist eine Naturfaser, die durch den Seidenwurm hergestellt wird (Näheres siehe www.theSilkHouse.eu). Typische Merkmale der Seidenfaser ist, dass sie sehr stark und flexibel ist und dabei glänzt. Das macht sie zu einem besonders beliebten Stoff, der sowohl im Bereich Heimtextilien, Mode aber auch in der Industrie viel eingesetzt wird. Zudem kann die Seide sehr viel Wasser aufnehmen, was sie besonders von anderen Fasern unterscheidet.

 

Die Seidenfaser wird von der Seidenraupe durch Seidendrüsen produziert, mit der sie sich nach einiger Zeit des Maulbeerblatt-Essens umhüllt. Auf diese Weise entsteht der Kokon, der als Schutz dient für die Zeit ihrer Entpuppung. Schon hier bestehen die ersten Unterschiede in den Qualitäten. Es ist die Qualität der Maulbeerblätter, die Raupengüte und der Gesundheitszustand der Raupe, die hier bereits über spätere Qualitäten bestimmt.

 

Schaut man sich die Seidenfaser genauer an, so besteht sie aus dem Protein „Fibroin“ sowie dem dieses umgebende „Serezin“, das eine Art Klebstoff darstellt. Wickelt man diese Faser ab (das sog. Abhaspeln) so ist die einzelne Faser der Raupe für die spätere Verarbeitung noch zu dünn. Man wickelt also zur Herstellung von Seidengarn die Fasern mehrerer Kokons zusammen ab und fügt sie unter leichten Drehungen zu einem Garn zusammen.  Zumeist findet dieser Prozeß unter heißem Wasser oder Wasserdampf statt, um das Garn geschmeidig zu machen und den Klebeeffekt zu verhindern. Und hier werden die meisten Fehler gemacht. Wichtig ist dabei nicht nur die genaue Temperatur des Wassers (abhängig von der Haspeltechnologie) sondern z.B. auch der Zugdruck unter dem abgehaspelt wird, damit Risse nicht entstehen.

 

Beim Zusammenfügen der einzelnen Fasern (z.B. 6) zu einem Garn wird mit leichter Drehung gemacht. Dieses Garn wird nun weiterverarbeitet, also gefärbt, verwebt etc.

 

 

the Silk House

Dantestrasse 53

D-69115 Heidelberg

Tel. 06221-650 4849

Fax. 0721-151 52 00 04

www.silkhouse-online.de