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Höhere Studiengebühren sollen die Qualität der Lehre sichern
Geschrieben von Niki Bistricky   
Sunday, 02 December 2007
Die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft), eine überparteiliche Reformbewegung für mehr Arbeitsplätze und einen verbesserten Wettbewerb in Deutschland, betreibt das Onlineportal Unicheck.de, welches das Thema der Studiengebühren behandelt und die Verwendung der Gelder im universitären Bereich kontrolliert. Aus diesem Grunde führt eine studentische Redaktion akribische Untersuchungen durch und holt die Meinungen renommierter Kenner der Szene ein. Der Kanzler der künftigen Elite-Hochschule RWTH Aachen, Manfred Nettekoven, war jüngst in einem Interview der Meinung, dass höhere Studiengebühren unabdingbar seien, wenn die deutschen Hochschulen ein internationales Niveau erreichen wollen. Die gegenwärtigen 500 Euro in einem Semester seien gerade einmal ausreichend, um das allgemeine Studienangebot und das Betreuungsverhältnis zu verbessern, die Leistungsfähigkeit weltweit führender Einrichtungen könne die Lehre damit aber nicht gewährleisten. Leider hätten zu wenige Studierende bislang eingesehen, dass eine Beitragserhöhung zu besseren Studienbedingungen beitrage und damit als Investition in die eigene Zukunft zu gelten habe. Den Wegfall der Chancengleichheit sieht Manfred Nettekoven darin nicht, sondern einen Anreiz, sein Studium mit mehr Bedacht zu wählen. Als Vorbild nannte er die Niederlande, wo schon Schulabgänger über die beruflichen Chancen und finanziellen Perspektiven der unterschiedlichen Studienfächer beraten werden.

Tatsächlich spruchreif sei eine moderate Erhöhung der Studiengebühren in Nettekovens Augen, der gerne mehr junge Menschen ein Studium aufnehmen sehen würde, allerdings erst, wenn endlich mehr Hochschüler von einer Kreditfinanzierung Gebrauch machten – in Großbritannien beispielsweise seien das bereits heute an die 38 Prozent. Das gesamte Interview mit dem Kanzler der RWTH Aachen über eine Vielzahl von Hochschulfragen und die Erhöhung der Studienbeiträge ist auf der Homepage Unicheck.de nachzulesen.

Niki Bistricky

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