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Die Europäische Zentralbank
Geschrieben von Patrick Bienia   
Monday, 17 July 2006

Der nachfolgende Artikel beschreibt kurz die Aufgaben der Europäischen Zentralbank.

Der Euro ist die Gemeinschaftswährung der Europäischen Union. Er wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) überwacht. Die EZB bildet gemeinsam mit den nationalen Zentralbanken (NZB) der EU das Europäische System der Zentralbanken (ESZB). Ihren Sitz hat die EZB im Eurotower in Frankfurt am Main.

Im Maastricht Vertrag, der 1991 geschlossen wurde, sind die Aufgaben und Rechte der EZB geregelt. Als besonders schützenswert wurde damals die Unabhängigkeit der EZB angesehen. Die Mitglieder der EZB sind nicht an Weisungen von Regierungsorganen gebunden und die EZB hat ein Klagerecht vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Die Aufgaben der nationalen Zentralbanken und des Eurosystems, dass durch die EZB verkörpert wird, sind im Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft festgelegt. Die Hauptaufgabe der EZB ist es, die Kaufkraft des Euro und somit Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten. Die Entscheidungen der EZB können mitunter große Auswirkungen auf die Industrie und die Wirtschaft haben.


Gemäß Artikel 105 Absatz 2 des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft bestehen die grundlegenden Aufgaben der EZB darin

  • die Geldpolitik des Euro-Währungsgebiets festzulegen und auszuführen,
  • Devisengeschäfte durchzuführen,
  • die offiziellen Währungsreserven der Mitgliedstaaten zu halten und zu verwalten,
  • das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern.


  • Darüber hinausgehende Aufgaben sind:

  • die Ausgabe von Banknoten innerhalb des Euroraums
  • die Erhebung statistischer Daten
  • die Aufsicht über die Kreditinstitute und Stabilität des Finanzsystems
  • die Zusammenarbeit mit anderen zuständigen Organen
  • die Erstellung von wöchentlichen, monatlichen sowie Jahresberichten über ihre Tätigkeit.
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