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Wie man aus der Arbeitslosigkeit herauskommt
Geschrieben von Dokter Ralph van Weteren   
Monday, 17 September 2007
Die Option seines sinnerfüllten Lebens ist ohne Arbeit nicht recht vorstellbar, geschweige denn gewünscht. Ordnung, materielle Sicherung und Lebensmuster werden primär durch die Erwerbsarbeit definiert. Was wir haben, haben wir duch Arbeit. Wer nicht arbeitet, wird gering geschätzt. Diese Denke brökelt seit etwa 10 Jahren. Der Geruch des Asozialen verfliegt.

Verzweifelt versuchen die Regierungen, das dahinvegetierende Relikt Arbeit künstlich am Tropf zu halten. Mit Arbeitsbeschaffungsmassnahmen, dessen Nutzen nicht erkennbar sind oder wahnwitzigen Subventionsgetöse (z.B. Kohlebergbau, Magnetschwebebahn, Aufbau Ost-Förderung)wird. Arbeit geschaffen – mit einem Kostenaufwand,der Wert der „geschaffenen“ Arbeit übertrifft. Arbeitslose werden sinnlos in Schulungen geparkt („EDV im Büro“ oder „Wie bewerbe ich mich richtig – Coaching für Arbeitssuchende“).

Da werden 40 bis 55 jährige in SAP-und Buchhaltungskursen geschickt, obwohl bekannt ist, dass Firmen nur „erfahrende“ Fachkräfte suchen, die höchstens 25 sind und mindestens 2 Fremdsprachen beherrschen. Wer da nicht mithalten kann, fällt durch das Raster und braucht sich gar nicht erst zu bewerben. Nach spätestens 50 Absagen fällt der hochmotivierte Arbeitssuchende ins tiefe Loch. Die Psyche ist demoliert. Es dämmert ihm:“Ich werde nicht mehr gebraucht. Es nutzt ja doch nichts!“ Wut und Verzweiflung kommt auf.

Jeder kennt aus seiner nächsten Umgebung Menschen,die arbeitslos wurden. Keiner ist mehr sicher, keiner bleibt verschont. Beunruhigt nehmen wir wahr, was wir selber wegschieben oder verleugnen: Das selbst gut ausgebildete Leute nicht mehr gebraucht werden; das selbst Facharbeiter, die vor Kündigung sicher waren, plötzlich rausgekickt werden; das sogar das Management in den oberen Etagen dran glauben muss. Kahlschlag überall. Das Bankenwesen, Hort unkündbarer Arbeitsstellen, dünnt seit Jahren ihre Angestellten aus.

Nichts und niemand ist mehr sicher. Sicher ist nur, dass sich alles verändert. Sicher ist nur, dass alles unsicher ist. Zeit, sich selbst um einen Job zu kümmern, sprich ihn "herzustellen."

Ralph Schulz hat es so praktiziert: In seinem eBook: "Arbeitslos und erfolgreich selbstständig mit Hartz-IV" - brandneu erschienen im wisperbooks-Verlag und hat seine eigene Arbeit "hergestellt", denn Arbeit ist immer da. Nach zwei Jahren konnte er der Arbeitslosigkeit entfliegen und verdient seither eigenes Geld. Er trauert seinem alten Arbeitsplatz keine Träne mehr nach.