Menu Content/Inhalt
Web-Artikel arrow Versicherungen arrow Umfassender Versicherungsschutz – „Vollkasko-Mentalität“?
Umfassender Versicherungsschutz – „Vollkasko-Mentalität“?
Geschrieben von Markus Heck   
Saturday, 04 November 2006

Umfassender Versicherungsschutz – „Vollkasko-Mentalität“?

Ist denn wirklich jede Versicherung sinnvoll? Es ist ein ganz normaler Gedanke, wenn Menschen sich umfassend schützen wollen um für den „Fall der Fälle“ auch wirklich abgesichert zu sein.

Es ist ein ganz normaler Gedanke, wenn Menschen sich umfassend schützen wollen um für den „Fall der Fälle“ auch wirklich abgesichert zu sein. Wäre es nicht ein Alptraum wenn es tatsächlich einmal zu einem Schicksalsschlag mit enormen finanziellen Auswirkungen kommt und man zwar rundum versichert ist und der Meinung war auf alles vorbereitet zu sein, ausgerechnet dieser eine Sachverhalt in keiner Versicherung berücksichtigt ist.

Ob für den einzelnen sinnvoll oder nicht, hängt natürlich von der Lebenssituation ab. Aber auch wenn man in ähnlicher Situation lebende Menschen vergleicht, entscheidet das Schutzbedürfnis des Einzelnen wie viel Versicherung notwendig ist.

Eine Risikolebensversicherung noch kurz vor der Rente? Auch mit fortschreitendem Alter kann diese sinnvoll sein. Der Sachverhalt ist der Gleiche, vermutlich ist zwar dann kein Haus mehr abzusichern aber verstirbt derjenige mit dem größten Einkommen, muss auch der geringverdienende Hinterbliebene das Haus halten können. Und dabei spielt es keine Rolle ob derjenige 30 oder 60 Jahre alt ist.

Ist einmal ein gewisser Lebensstandard erreicht, kann es durchaus sinnvoll sein, diesen abzusichern. Lebensversicherungen versichern Leben, was aber ist wenn man zwar lebt aber nicht mehr imstande ist seiner beruflichen Tätigkeit nachzugehen oder vielleicht überhaupt nicht mehr zu arbeiten? Ist die Familie dann wirklich noch imstande alle Kosten aufzubringen? Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann sinnvoll sein und die höher die berufliche Unfallgefahr ist desto wahrscheinlicher ist es, dass man eine braucht. Beamte hingegen und berufliche Tätigkeiten, die ausschließlich am Schreibtisch stattfinden, könnten theoretisch dann noch nachgegangen werden wenn man im Rollstuhl sitzt.

Auch eine private Unfallversicherung ist meist empfehlenswert. Die gesetzliche Unfallversicherung schützt nur auf dem Weg von und zur Arbeit. Im privaten Bereich hingegen, wo die meisten Unfälle geschehen besteht kein Versicherungsschutz. Hat man einen Unfall und ist dauerhaft körperlich beeinträchtigt kann dies je nach Art und Umfang der Beeinträchtigung den weiteren Verlauf des Lebens beeinflussen. Im Schadensfall gibt es je nach Vertrag eine einmalige Kapitalauszahlung oder eine lebenslange Rente. Im Todesfall erhalten die Angehörigen die Versicherungssumme.