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Private Krankenversicherung nach der Gesundheitsreform
Geschrieben von Tina Gase   
Tuesday, 18 September 2007

Vor der letzten Bundestagswahl gab es einige Spekulationen um die private Krankenversicherung (PKV). Zwei Jahre später muss man festhalten: Die PKV steht nach wie vor solide da und hat die Gesundheitsreform, die eigentlich gar keine war, gut überstanden.

Eine wirklich sichere Prognose über die Existenz der Privat Krankenversicherung konnte man vor der Bundestagswahl 2005 nicht abgeben. Im Wahlkampf waren beispielsweise die Sozialdemokraten mit dem Vorhaben angetreten, die private Krankenversicherung zu eliminieren - auch wenn sich das in den offiziellen Statements der Partei nicht so drastisch anhörte. Aber auch das Konzept der Unions-Parteien - die Gesundheitsprämie - fand bei den Lobbyisten der privaten Krankenversicherung keine Zustimmung.

Minimal-Gesundheitsreform stellt Privat-Krankenversicherung nicht in Frage
Erwartungsgemäß war die Gesundheitsreform der größte Brocken in den Koalitionsgesprächen und wäre auch fast an der Frage der privaten Krankenversicherung gescheitert. Dass man am Ende keine - bzw. nur eine kleine - Gesundheitsreform, bei der wichtige Regelungen erst in 2009 greifen, durchzog, ist für die privaten Versicherungen kein Nachteil - im Gegenteil.

Privatpatienten auch nach der Gesundheitsreform im Vorteil
Man muss konstatieren: Es hat sich wenig geändert am System. Nach wie vor kann nicht jeder der Privat-Krankenversicherung beitreten und nach wie vor gilt eine Verdienstgrenze für die meisten Interessenten. Diese wurde zwar erweitert, indem der Mindestverdienst drei Jahre lang in Folge erreicht werden muss. Das gefährdet die Dualität von gesetzlicher und privater Krankenversicherung jedoch keineswegs. Und das gewährleistet wie auch schon vor der Gesundheitsreform eine optimale - weit über die Möglichkeiten der Krankenkassen hinausgehende - Versorgung der Privatpatienten. Man darf festhalten: Zwei Jahre nach der Bundestagswahl hat sich zwar einiges geändert, die Grundzüge des Gesundheitswesens sind jedoch weitgehend erhalten geblieben.