| Juristische Hilfe durch Rechtsschutzversicherung |
| Geschrieben von Thomas Nissen | |
| Sunday, 21 January 2007 | |
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Meistens passiert es völlig unvorbereitet: Man wird Opfer eines Betrügers im Internet, hat Ärger mit einer Firma, die Garantieansprüche nicht anerkennen will oder Streit mit dem Vermieter. Oft genug kann in diesen Fällen juristische Unterstützung hilfreich sein. Doch in solchen und vielen weiteren Fällen schrecken Anwalts- und Gerichtskosten. Wer hier eine Rechtsschutzversicherung hat, kann auf der sicheren Seite sein. Wichtig ist es zunächst, zu überlegen, welche juristischen Streitigkeiten man versichern möchte: Hat man vor allem Sorge, vor Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber? Dann ist ein Arbeits-Rechtsschutz möglicherweise geeignet. Diese Versicherung hilft z.B., wenn Lohn oder Gehalt nicht gezahlt wird. Die Wohnungs- und Grundstücks-Rechtschutzversicherung kann sich sowohl für Mieter als auch für Vermieter lohnen. Für Mieter bietet sie unter Umständen Unterstützung, wenn es gilt, Mietminderungen durchzusetzen. Für Vermieter kann man sich auf diese Weise anwaltliche Hilfe holen, um Eigenbedarf durchzusetzen. Und wer selber in seinem Haus wohnt, kann mit ihr z.B. Streitigkeiten mit den Nachbarn rechtlich klären lassen. Der Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz hilft unter anderem bei Geschwindigkeitsübertretungen, der Beratungs-Rechtsschutz dient beispielsweise dazu, um Trennungen und Scheidungen rechtlich klären zu lassen. Mit der Versicherung werden nicht nur die eigenen Anwaltskosten abgedeckt. Sollte es zum Prozess kommen, kann sie auch Zeugen- und Sachverständigengelder übernehmen, sie ist für die Gerichtskosten und - sofern man das Verfahren verliert - auch für die Anwaltskosten des Gegners zuständig. Bei den meisten Versicherungen zahlt der Kunde eine Selbstbeteiligung von 150 bis 250 Euro pro Fall. Wichtig ist auch zu beachten, dass die meisten Versicherungen frühestens drei Monate nach Abschluss des Vertrages in Kraft treten. |