| Ist eine Kapitallebensversicherung sinnvoll? |
| Geschrieben von Ralf Eppmann | |
| Friday, 25 May 2007 | |
|
Lebensversicherung ist jedem ein Begriff – doch wenn man tiefer ins Detail geht, wie zum Beispiel mit dem Begriff der Kapitallebensversicherung, hört es meist schon auf. Bei der Lebensversicherung muss man unterscheiden in eine Lebensversicherung, die nur das Risiko eines Todesfalles absichert, die Risikolebensversicherung, und die Versicherung, die aus den dann höheren Beiträgen auch Kapital anspart, die Kapitallebensversicherung. Natürlich soll auch die Kapitallebensversicherung eine Absicherung – und zwar in finanzieller Hinsicht – für den Fall des Todes sein. Dummerweise hat der Versicherte im Todesfall nichts davon – doch soll sie ja die Hinterbliebenen, sprich die Familie wie Ehepartner und Kinder, absichern und vor dem finanziellen Ruin retten.Die „klassische“ Kapitallebensversicherung an sich wird zudem mit einer Sparfunktion zusätzlich interessanter gemacht. Am Ende der Laufzeit erhält der Versicherte im Erlebensfall die eingezahlten Beiträge und meist noch ein Verzinsung zwischen 2,25 und 5% zurück. Aus diesem Grund wird die Kapital-Lebensversicherung auch von den Deutschen immer noch als eine der häufigsten Altersvorsorge Möglichkeiten genutzt. Wer keine Altersvorsorge Möglichkeit sucht, sondern nur eine Absicherung der Hinterbliebenen bei einem tödlichen Unglücksfall, für den ist die Kapitallebensversicherung weniger gut geeignet, denn die monatlichen Beiträge sind nicht gerade wenig und wer seine Angehörigen für den Fall der Fälle wirklich gut absichern möchte, muss sehr tief in die Tasche greifen.Eine Risikolebensversicherung wäre in diesem Fall bei weitem effektiver, weil sie einfach günstiger ist und nicht an eine Sparfunktion gekoppelt ist. Besonders die enthaltene Sparfunktion in der Kapitallebensversicherung kann dem Versicherten aber eine langfristig interessante Anlage Alternative bieten. Wer etwas risikobereiter ist, der kann eine Sonderform der Kapital-Lebensversicherung wählen, die fondsgebundene Lebensversicherung. Bei der fondsgebundenen Lebensversicherung werden die Sparanteile des Beitrags von der Versicherung in Investmentfonds investiert, die in den vergangenen 30 Jahren im Durchschnitt etwa 8 bis 12% Rendite pro Jahr erbracht haben. Das hängt natürlich stark vom zugrunde liegenden Fonds ab. Kapitallebensversicherungen können auch als Altersvorsorge verwendet werden, wenn man vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber erhält. Hier kann man diese vermögenswirksamen Leistungen auch anteilig zum Gesamtbeitrag einzahlen. Die Kapitallebensversicherung kann man auch mit anderen Versicherungen kombinieren, wie etwa eine Unfallversicherung. In der Regel ist dies allerdings nicht sinnvoll. Gerade eine Unfallversicherung macht nur in bestimmten Lebenssituationen Sinn. Die Kapitallebensversicherung besitzt Vor- und Nachteile. Wer eine der sichersten Altersvorsorge Möglichkeiten sucht und gleichzeitig seine Familie absichern will, für den ist eine kapitalbildende Lebensversicherung gut geeignet. Gerade wenn die Auszahlung im Rentenalter erfolgt, lässt sich so eine ansehnliche Rendite aus Kapitallebensversicherungen ziehen. |