| Die Private Krankenversicherung |
| Geschrieben von Heinz Wiedow | |
| Thursday, 14 September 2006 | |
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Arbeitnehmer und Angestellte, deren Jahresbruttoeinkommen Euro
47.250,-- (d.h. monatlich Euro 3.937,50) übersteigt, haben die Möglichkeit zum
Abschluss einer Privaten Krankenversicherung. Ist man selbständig,
freiberuflich oder als Beamte/r tätig, muss man eine Private
Krankenversicherung abschließen. Ansonsten werden Arbeitnehmer automatisch
Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Private Krankenversicherung ist gerade deshalb in den letzten Jahren für viele Personen interessant geworden, weil sie mit dem von der gesetzlichen Krankenkasse gebotenen Leistungsumfang unzufrieden sind. Entscheidet man sich allerdings für den Wechsel, muss man berücksichtigen, dass ein erneuter Wechsel nur bei Arbeitslosigkeit oder gesunkenem Einkommen unter die Bemessungsgrenze möglich ist. Wer nicht das vorgeschriebene Mindesteinkommen erzielt, hat die Möglichkeit, eine private Krankenzusatzversicherung abzuschließen und je nach deren Umfang die gleichen Leistungen in Anspruch zu nehmen wie privat Versicherte. Natürlich soll der Wechsel in die Private Krankenversicherung dem Versicherten Vorteile bringen. Diese können finanzieller Art sein - es sind durchaus Einsparungen bis zu Euro 2.000,-- realistisch - oder im Umfang der Absicherung liegen. Wer bei einem etwaigen Krankenhausaufenthalt Chefarztbehandlung wünscht oder ein Einzelzimmer haben möchte, erhält diese Leistungen über die Private Krankenversicherung oder Krankenzusatzversicherung. Ein weiterer besonderer Vorteil der PKV, wie die private Krankenversicherung kurz genannt wird, besteht darin, dass man den Versicherungsumfang individuell abstimmen kann. Alle denkbaren Risiken lassen sich zu entsprechenden Beiträgen absichern. Dabei besteht allerdings die Gefahr, aus Gründen der Kosteneinsparung auf eigentlich notwendige Bestandteile des Versicherungsumfanges zu verzichten. Hier empfiehlt es sich eher, die Beitragskosten durch die etwaige Übernahme eines Eigenanteils zu senken. Viele Versicherungsgesellschaften bieten zudem ein Bonussystem an, bei dem Beitragsanteile für nicht in Anspruch genommene Leistungen erstattet werden. Ein wichtiger Punkt bei der Erwägung eines Wechsels ist der Umstand, dass Familienangehörige ohne eigenes Einkommen eine separate Versicherung benötigen, denn in der gesetzlichen Krankenversicherung sind sie beitragsfrei mitversichert. Hier kann eine Private Krankenzusatzversicherung, ggf. für jedes Familienmitglied, vorteilhafter sein. Für ältere Personen lohnt sich ein Wechsel zur PKV selten, da entsprechend dem Alter höhere Beitragssätze gelten, weil Mehrausgaben für Behandlungen und Medikamente erwartet werden. |