| Die Rentenreform 2002 |
| Geschrieben von Julia Siebel | |
| Friday, 27 April 2007 | |
|
Schon seit einigen Jahren machen sich Politiker Gedanken über das so genannte Rentenproblem. Mit dem Fortschreiten der Zeit wird es immer schwieriger, sich gegen die dann drohende finanzielle Abhängigkeit zu sichern.
Die Rentenreform 2002 sollte den Bürgern von Deutschland zahlreiche Neuerungen bringen, welche sich positiv auf jeden einzelnen auswirken sollten. Als Schlagwort wurde die Riester-Rente gewählt. Diese hat sich bis heute etabliert und umschreibt staatliche Förderungen, mit deren Hilfe jeder selbst gegen die wachsende Rentenproblematik angehen soll. Der Staat unterstützt die Bürger mit Zulagen, sofern sie sich schon in jungen Jahren ein Polster für das Alter schaffen. 2002 wurde dieses System zur Förderung eigenständiger Rücklagen für Rentenzwecke durch den damaligen Bundesminister für Arbeit – Walter Riester – erschaffen. Man wollte damit dem verabschiedeten Gesetz, nach welchem ein normal Beschäftigter, der 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hatte, nur noch 67 anstatt 70 Prozent an Rente erhält, entgegenwirken. Dadurch werden ob der Rentenreform 2002 von nun an einige begünstigt. Hiervon betroffen sind in etwa Pflichtversicherte, die selbstständig sind, in einem festen Arbeitsverhältnis stehen oder sich in der Kindererziehungszeit befinden. Aber auch wer Arbeitslosengeld oder Krankengeld bezieht, soll staatlich gefördert werden. Jeder, der dieses Angebot annimmt, zahlt nach seinem Einkommen gestaffelte Beiträge, die durch den Staat mit einem bestimmten Prozentsatz bezuschusst werden. Wie auch bei der gesetzlichen Rente, erhält man dann nach Erreichen des Rentenalters jeden Monat einen festen Betrag ausbezahlt. Der große Vorteile bei diesem Rentenmodell von 2002 liegt darin, dass man die monatlich zu entrichtenden Beiträge von der Steuer absetzen kann. Die Rentenreform 2002 hat der deutschen Bevölkerung also vorwiegend eine strikte Trennung zwischen gesetzlicher Rente und privater Altersvorsorge gebracht, was schon mal darauf hindeutet, dass die Politiker das Rentenproblem wahrnehmen und nach Möglichkeiten suchen, dieses abzuschwächen. Julia Siebel julia.siebel(at)transparent.de |