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Die Rente ist nicht alles
Geschrieben von Elke Lohre   
Tuesday, 08 May 2007
Man muss für das Rentenalter vorsorgen, aber wie soll man als Arbeitnehmer vorsorgen und wofür schließt man zum Beispiel eine Riester Rente ab?

Nichts wäre nichts, wenn nicht wenigstens etwas dabei wäre. Und so verhält es sich auch beim Volkssport Nummer dreiundzwanzig, dem Ringen um die Riester Rente.

Zunächst meint das Opfer ja, bedingt durch gutes Zureden der Medien und den allabendlich auf ein brausehaltiges Kaltgetränk getroffenen Kneipenfreunden, das durch die Riesterrente nichts zu holen wäre. Weit gefehlt.

Es mag ja grundsätzlich befremdlich wirken, vom Staat immer weniger zu bekommen, aber hält man sich mal vor Augen dass der Mensch im Allgemeinen, und der Bürger im Besonderen, noch gar nicht lange vom Staat was bekommt, trügt der Schein schon etwas weniger. Und auch die Riester Rente hat sich ein schmackhaftes Hintertürchen aufgelassen, um dem unbescholtenen Bürger aus dem Hinterhalt einen Bonus von Herrschaft Gnaden vor den Latz zu knallen. Es gibt ihn nämlich, den Riester Zuschlag, auch genannt die Rieste-Zulage.

Nun ist damit nicht gemeint, und zwar ausdrücklich nicht, dass sich hier jemand zu einem legt, da muss man im Alter und mit der Erfahrung all der wertvoll verflossenen Jahre schon selbst für sorgen. Nein, es gibt einen finanziellen Bonus auf die Riester Rente, wenn der Kandidat dafür ein ungefähr dreihundert Seiten starkes Buch gewälzt hat, und sich mit sämtlichen möglichen und unmöglichen Kuriositäten der Riesterrente auskennt. Und zwar so gut, dass er sie beim nachmittäglichen Spaziergang im Hof des Altenstifts rückwärts dem Pfleger erklären kann.

In seltenen Fällen, nur die Zeitung mit dem Bild hat bisher davon gehört, hat sich dabei aber auch der Pfleger zu einem Zuschlag hinreißen lassen. Direkt.