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Die private Krankenversicherung
Geschrieben von Enrico Wnendt   
Wednesday, 14 February 2007
Informationen und allgemeine Voraussetzungen zur privaten Krankenversicherung.

Die private Krankenversicherung steht Selbstständigen, Freiberuflern, Beamten und gut verdienenden Angestellten offen. Angehörige dieser Personengruppen können jedoch auch Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung sein. Bevor eine Entscheidung für eine der beiden Möglichkeiten getroffen wird, ist es ratsam, sich genau über die Vor- und Nachteile der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung zu informieren.

Die gesetzlichen Krankenkassen arbeiten nach dem Solidarprinzip, das heißt, wer gut verdient, muss entsprechend mehr zahlen. Im Gegensatz dazu sind alle privaten Krankenversicherungen privatwirtschaftlich organisiert und stehen untereinander im Wettbewerb. Dies hat durchaus Vorteile für die Versicherten.

Entscheidend für die Festlegung der Beitragshöhe in der privaten Krankenversicherung ist nicht der Verdienst, sondern das Eintrittsalter. Weiterhin muss der künftige Versicherte eine Reihe von Gesundheitsfragen beantworten. Wer jung (möglichst noch unter 30) und gesund ist, kann durch eine Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung bis zu 2.000 Euro jährlich sparen. Die Gesundheitsfragen auf dem Versicherungsantrag sind unbedingt wahrheitsgemäß zu beantworten, andernfalls drohen ernsthafte Konsequenzen. Verschweigt der Antragsteller Vorerkrankungen und muss sich später wegen diesen in ärztliche Behandlung begeben, wird die private Krankenversicherung dies als Täuschung werten und kann in schwerwiegenden Fällen die Mitgliedschaft kündigen. In diesem Fall steht man ohne jeglichen Krankenversicherungsschutz da!

Wer bereits etwas älter ist und ernsthafte Vorerkrankungen hat, für den lohnt sich im allgemeinen ein Wechsel in die private Krankenversicherung nicht. Dieser Personenkreis ist in der gesetzlichen Krankenkasse besser aufgehoben. Wer schwere Krankheiten wie z.B. Krebs oder Herzinfarkt durchgemacht hat, für den ist es sogar fast unmöglich, in eine private Krankenversicherung zu wechseln, da diesen das Risiko zu groß ist.

Der Beitrag für eine private Krankenversicherung setzt sich aus einem Basistarif, der eine medizinische Grundversorgung absichert und Beiträgen für zusätzlich gewünschte Leistungen wie z.B. Chefarztbehandlung, Einzelzimmer im Krankenhaus, Heilpraktiker u.ä. zusammen. Jeder kann entscheiden, was ihm persönlich wichtig ist und dies bezahlen und das, was ihm nicht wichtig ist einfach weglassen. Für Privatpatienten entfällt beim Arztbesuch die Praxisgebühr. Stattdessen wird der Arzt dem Patienten nach erfolgter Behandlung eine Rechnung stellen. Diese kann er dann seiner Versicherung zur Bezahlung einreichen. Oft muss jedoch erst einmal in Vorkasse gegangen werden. Gesundheit wird bei privaten Krankenversicherungen belohnt. Wer ein Jahr lang nicht beim Arzt war bzw. seiner Krankenversicherung keine Arztrechnung eingereicht hat, kann meist mit einer Rückerstattung von einem bis mehreren Monatsbeiträgen rechnen.

Der Weg von einer privaten zurück in eine gesetzliche Krankenversicherung ist nur sehr schwer möglich. Grundsätzlich geht dies nur bei Arbeitslosigkeit oder wenn man einen niedrig bezahlten Angestelltenjob annimmt.