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Betriebliche Altervorsorge
Geschrieben von SCS Vertriebs GmbH   
Wednesday, 30 August 2006

Betriebliche Altervorsorge – verstärkt soll hierzu die vermögenswirksamen Leistungen genutzt werden! 

Die Tarifparteien (Arbeitgeber und Gewerkschaften) möchten die Arbeitnehmer zum Umdenken bei der Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen (VL) bewegen. Sie wollen, dass die VL verstärkt in Firmenrenten - also der Betrieblichen Altersvorsorge - eingebaut wird.


Grund für das Umdenken ist, dass die VL nicht mehr zeitgemäß ist. Sie erhöht das Bruttoeinkommen der Arbeitnehmer und somit müssen diese mehr Steuern und Sozialabgaben leisten. Sieht man dann noch die Einkommenssteigerung in den letzten Jahren, haben auch immer weniger Arbeitnehmer den Anspruch auf die staatliche Förderung. Die Einkommensgrenze liegt bei Singles ist diese 17.900 Euro und bei Eheleuten 35.800 Euro. Viele Arbeitnehmer überschreiten diese Grenze.

Für die staatlich geförderte Anlage der VL gibt es mittlerweile nur noch zwei Investmentformen, in welche die Arbeitnehmer das Geldgeschenk seines Arbeitgebers anlegen können. Gefördert werden nur noch Beteiligungen also Aktienfonds, sowie die Kapitalbeteiligungen am Unternehmen und Bausparen.

Die neue Alternative heißt: Betriebliche Altersvorsorge (bAV). Anlageformen sind Direktversicherungen, Unterstützungskassen, Pensionskassen, Pensionsfonds und Pensionszusage. Hier werden die VL in die Beiträge für die bAV umgewandelt. Durch diese Umwandlung spart der Arbeitnehmer die höheren Abgaben. Auf der Gehaltsabrechnung hat der Arbeitnehmer dann genauso viel netto auf dem Konto wie vorher.  Bis 31.12.2008 fallen auch keine Sozialabgaben an, wenn die Entgeltumwandlung vorgenommen wird. Außerdem ist der Arbeitgeber verpflichtet auf Wunsch des Arbeitnehmers einen Teil des Gehalts in eine bAV zu investieren.Es gibt jedoch auch einen Nachteil an der bAV. Bei der Auszahlung der Leistungen aus einer bAV, werden diese voll besteuert. Grund dafür ist, dass sich der Staat keine Geschenke leisten kann. Zahlen die Arbeitnehmer jetzt keine Steuern, dann müssen sie es später machen. Trotz allem gibt es daraus einen Vorteil: in den Vertrag fließt die „gestundete Lohnsteuer“ und damit wird ein erheblicher Zinseszinseffekt erreicht. Des Weiteren kann damit gerechnet werden, dass im Alter der Steuersatz niedriger sein wird.Aus den Leistungen der bAV müssen bei gesetzlichen Krankenversicherungen auch Beiträge gezahlt werden. Genau wie bei den Steuern, hat der Arbeitnehmer aber auch hier den Zinsvorteil. Bei Privat versicherten Arbeitnehmern fallen selbstverständlich keine Steuern an, da auch keine gespart wurden.Die Verfügbarkeit der Leistungen ist jedoch eingeschränkt. An die Leistungen aus der bAV kommen die Arbeitnehmer erst mit dem offiziellen Renteneintritt, bzw. frühestens mit Vollendung des 60. Lebensjahrs.
In der heutigen Zeit ist es wohl auch wichtig zu erwähnen, dass der Vertrag außerdem vorzeitig gekündigt werden kann. Da die Arbeitnehmer keinen Zugriff auf den Vertrag hat, kann das Angesparte Kapital im Falle einer längeren Arbeitslosigkeit im Rahmen von Harz IV nicht berücksichtigt werden.

Die Vorgehensweise bei Wunsch auf eine bAV durch den Arbeitnehmer ist relativ einfach. Es wird mit dem Chef vereinbart, dass die VL in die bAV umgewandelt werden soll. Empfohlen werden hierzu vor allem die Direktversicherungen und Pensionskassen. Das Unternehmen kann jedoch bestimmen in welchen Tarif und bei welcher Gesellschaft die bAV angelegt wird. Sicherlich kann jedoch der Arbeitnehmer mit der Personalabteilung oder dem Chef reden.

Als letzen Punkt ist noch wichtig zu erwähnen, dass der Arbeitgeber bei Wechsel des Unternehmens grundsätzlich das Recht hat die erworbenen Ansprüche mitzunehmen bzw. auf den neuen Arbeitgeber übertragen zu lassen. Möglich ist auch den Vertrag ruhen zu lassen.

Weitere Informationen zum Thema Versicherungen und Angebote finden Sie unter www.informieren.de

Konstanze Edelmann im Auftrag von informieren.de, E-Mail Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können