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Autoversicherung Kfz-Haftpflichtversicherung
Geschrieben von Heinz Wiedow   
Friday, 08 September 2006
Um mit einem Kraftfahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen zu können, benötigt man nicht nur einen gültigen Führerschein, sondern muss auch den Nachweis erbringen, dass für dieses Fahrzeug eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde. Ihr Abschluss ist gesetzlich vorgeschrieben und durchaus sinnvoll, denn bei einem Unfall können Personen- und Sachschäden bis in Millionenhöhe entstehen. Da die Versicherung des Unfallverursachers die entstehenden Kosten grundsätzlich zunächst übernimmt, wird somit sichergestellt, dass Geschädigte einen finanziellen Ausgleich erhalten.


Die Beiträge zur Kfz-Haftpflichtversicherung richten sich nach verschiedenen Faktoren. Zum einen wird dabei das Fahrzeug eingruppiert, zum anderen der Fahrzeughalter, aus diesen beiden Werten ergibt sich der Beitrag. Das Fahrzeug wird entsprechend Alter, Größe, Fahrzeugtyp sowie der gefahrenen Kilometer in Typ- und Regionalklassen eingeteilt, wobei es auch noch eine Rolle spielt, wo man wohnt und wie häufig bestimmte Fahrzeuge an Unfällen beteiligt sind.

Für die Einstufung des Fahrzeughalters ist ausschlaggebend, wie lange bereits ein Fahrzeug auf seinen Namen versichert ist und ob er innerhalb dieses Zeitraumes unfallfrei gefahren ist. Je länger die Zeitspanne ist, desto niedriger ist der Beitrag für die Autoversicherung. Aber auch Faktoren wie Geschlecht, Berufszugehörigkeit oder Teilnahme an einem Sicherheitstraining können zu weiteren Nachlässen führen.

Laut Statistik haben besonders junge Fahrer unter 25 Jahren ein wesentlich höheres Unfallrisiko. Deshalb müssen Fahranfänger oft mit einem Satz von 240 % ihr erstes eigenes Fahrzeug versichern. Besteht eine mindestens dreijährige Fahrpraxis, beispielsweise durch Mitbenutzung des Fahrzeuges der Eltern, kann das erste eigene Fahrzeug zu etwa 140 Prozent versichert werden. Allerdings sollten Eltern, deren Sprössling als Fahranfänger das Familienauto mitbenutzt, dies der Versicherung melden. Der Beitrag steigt zwar geringfügig, jedoch ist man im Schadensfall abgesichert. Wer über viele Jahre unfallfrei fährt, kann einen bis auf 30 % gesenkten Beitragssatz erreichen. Die dafür erforderliche Zeitspanne ist je nach Versicherungsgesellschaft unterschiedlich.

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung wird für die meisten Fahrzeuge eine Kaskoversicherung abgeschlossen. Dabei unterscheidet man zwischen Teilkasko und Vollkasko, wobei jeweils eine Selbstbeteiligung vereinbart werden kann. Es handelt sich dabei um eine Fahrzeugteilversicherung, die gerade dann Sinn macht, wenn das Fahrzeug geleast oder per Kredit finanziert wurde. Obwohl man als Unfallverursacher den eigenen Schaden von der Haftpflichtversicherung nicht erstattet bekommt, tritt die Vollkaskoversicherung ein. Voraussetzung ist natürlich, dass der Unfall nicht vorsätzlich oder unter Alkohol-/Drogen-/Medikamenteneinwirkung verursacht wurde.

Wer eine günstige Kfz-Versicherung abschließen möchte, braucht bei seiner Recherche der verschiedenen Versicherungen Versicherungen viel Geduld - aber es lohnt sich. Vorteilhaft sind oft die Konditionen von Direkt- bzw. Onlineanbietern.

Autor: Heinz Wiedow