Menu Content/Inhalt
Web-Artikel arrow Sport und Spiel arrow Socken, Hemden, Unterwäsche aus Merino-Wolle
Socken, Hemden, Unterwäsche aus Merino-Wolle
Geschrieben von Silvio Graupner   
Thursday, 27 September 2007

Merino-Wolle wird aus dem Haar von Merinoschafen gewonnen. Die Tiere leben in Australien und Neuseeland und müssen Temperaturunterschiede von 50 Grad und mehr ertragen.

Omas selbst gestrickte Woll-Unterwäsche ist Schnee von gestern. Heute tragen viele Berg-Gänger, die Wert auf Naturfaser legen und trotzdem Besonderheit wollen, Merinowolle. Immer Vorausgesetzt Sie haben das optimale Fabrikat wie Icebreaker, kratzen die heutigen Produkte auch nicht mehr. Häufig fragt man sich woher diese Wandlungen. In der Regel hat man darauf keine Antwort. Dass Merino- Wolle viele gute Eigenschaften hat, wussten schon unsere Ahnen. Die guten Merino-Qualitäten sind auf Grund der Optik von Baumwolle nur knifflig zu unterscheiden. Merinowolle wird von Merinoschafen gewonnen. Die Haare der Tiere sind kurz und intensiv gerollt. Die Haare besitzen eine Länge zwischen 40 und 100 Millimeter. Der Durchmesser beträgt 15 bis 25 Mikron. Dass es Merino- Wolle gibt, die bissel mehr kratzt und bissel geringer kratzt hängt mit der Dicke der Haare zusammen. Als kratzend werden Haardicken ab 28 Mikron und mehr empfunden. Neben der Struktur des Rohprodukts sind die Behandlung und das Finish der Wolle für die Kratzigkeit maßgeblich. Dünnere Haare verbiegen sich bei Hautkontakt und werden als weich empfunden

Jedes Material hat seine spezifischen Eigenschaften. Kunstfasern haben im Unterschied zur Merinowolle andere Eigenschaften. Hier steht der Feuchtigkeits-Transport im Hauptaugenmerk. So nimmt Kunstfaser quasi keine Feuchtigkeit auf und trocknet somit viel schneller. Einige Fabrikanten wie zum Beispiel Haglöfs, sind erwartungsgemäß schnell auf die Idee gekommen,

Die guten Eigenschaften von beiden Stoffen zu zusammenlegen. Dann hat man kein 100 Prozentig reines Wollhemd, sondern einen Wollanteil von 50 oder 60 Prozent, gemischt mit einer oder mehreren Kunstfasern.

Das Ergebnis ist dann auch ein Allerlei beider Eigenschaften. Die Wäsche trocknet wesentlich schneller, jedoch sinkt die Wärmeleistung und es riecht deutlich im vergleich zur reinen Merinowolle.

Bei der Erhaltung darf man den Informationen des Herstellers folgen, die in der Bekleidung eingenäht sind. In der Regel ist das etwas aufwändig. In der Regel kann Merino mit herkömmlicher Wäsche bei 40 Grad gewaschen werden. Wolle soll nicht gebügelt werden und darf auch nicht im Trockner landen. Beim Kauf darf man beachten, dass die Teile gering einlaufen können. Wolle wird geringer häufig gewaschen, oftmals reicht einfaches Lüften um lästige Gerüche entweichen lässt.

Autor: Info.(at)biwakscharte.de