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Daune oder Kunstfaser für meinen neuen Schlafsack?
Geschrieben von Silvio Graupner   
Sunday, 02 March 2008

Schlafsäcke sind gegenwärtig im Outdoorsport unerläßlich geworden. Jedes Jahr kommen neue technische Erfahrungen mit Stoffen und Füllungen zum Einsatz. Die wichtigsten Unterschiede und Merkmale müssen hier aufgeführt werden. Die vorzüglichsten Entscheidungskriterien sind unter anderem der Temperaturbereich, das Gewicht, die Paßform, die Bestückung, das Material und das Packmaß. Der Temperaturbereich wird in vier Teile angegeben, die Komforttemperatur oben, die Komforttemperatur Frauen, die Komforttemperatur Männer und die Extremtemperatur. Heutzutage sind diese Informationen rigoros unter die EN-Norm 13597 gesetzt, damit die Angaben der verschiedenen Erzeuger miteinander vergleichbar sind. Nun teilen die Fabrikanten den Schlafsack in diverse Typen ein: Sommer- und Winterschlafsäcke, 2 und 3 Saison-Schlafsäcke, Expeditionsschlafsäcke und so weiter. Der Einsatz bestimmt den Temperaturbereich. Das Gewicht hängt stark mit der Bestückung zusammen. Daunen sind außerordentlich unschwer und halten extrem warm und sind überaus komprimierbar, ideal fürs tägliche Tragen und für niedrige Temperaturen. Kunstfaserfüllungen halten im Unterschied dazu auch mal Feuchtigkeit aus, sind dafür etwas schwerer, und im Packmaß bisschen größer, allerdings auch günstiger, der ideale Zelt und Sommerschlafsack. Eine gute Antwort ist eine PrimaLoft oder ähnliche Füllung. Solche Füllungen sind leicht, atmungsaktiv und besitzen hervorragende wasserabstoßende Eigenschaften, damit Sie selbst unter den extremsten Witterungsbedingungen trocken, warm und komfortabel bleiben. Bei der Paßform für die Breite kommt es ganz auf das Liegeverhalten des Outdoorers an: Wer sich häufig des Nachts wendet oder mit angewinkelten Beinen schläft, benötigt einen ein klein bisschen breiteren Schlafsack. Bei der Länge sollte man unbedingt darauf achten, daß im Fußbereich kein überflüssiger Raum mit Luft entsteht, diesen muß man völlig unnütz erwärmen und kann zu kalten Füßen führen. Im Schulter- und Kopfbereich muß der Schlafsack soweit zusammenzipbar sein, daß keine Luft eindringen kann oder entweichen kann, nur das Gesicht bleibt offen. Beim verwendeten Material für den Schlafsack gibt es wie erwartet auch große Qualitätsunterschiede. Es gibt erheblich knisternde Stoffe, die sich wie Plastiktüten anfühlen, diese sind wie erwartet ausgesprochen günstig. Hochwertige Stoffe sind weich und fühlen sich an wie eine angenehme Bettdecke. Außerdem gibt es seit einiger Zeit wasserdichte Schlafsäcke. Sie sind die leicht, wasserdicht und dabei atmungsaktiven. Somit kann man sich bei jedem Wetter in die meist mit Daune gefüllten Schlafsäcke hineinverkriechen und erreicht ein gutes Verhältnis von Wärme- und Wetterschutz. Wenn man all diese kleinen Merkmale sich genau anschaut und vergleicht, wird man schnell den passenden Schlafsack für sich selbst finden.

SilvioGraupner

info(at)biwakscharte.de