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Der Geist der Lavalampe
Geschrieben von Anja Reiser   
Tuesday, 23 October 2007
Die in einigen Lavalampen verwendeten Substanzen wie Benzylalkohol oder (früher) Tetrachlorkohlenstoff sind gesundheitsschädlich, eine defekte Lavalampe sollte deshalb fachgerecht entsorgt werden. Lavalampen waren in den 1970er Jahren beliebte Einrichtungsgegenstände zur Dekoration und erlebten eine Wiederentdeckung in den 1990ern.

Aufbau

Die Lampe besteht aus einem Flaschenartigen Gefäß. Unter diesem Gefäß ist eine oder auch zwei Glühbirnen angebracht. Das Gefäß wird mit einer Flüssigkeit gefüllt. In diese Flüssigkeit kann man verschiedene andere Flüssigkeiten die eine andere Dichte haben oder auch Flitter oder Deko einfüllen. Durch die Wärme der Lampe bewegt sich zum Beispiel der Flitter in der Flüssigkeit. Bei der anderen Flüssigkeit handelt es sich um eine Art Wachs. Durch Zugabe entsprechender Farbstoffe ergibt sich im Betrieb die namens gebende Lava- oder Magma-Anmutung.
Über die Glühlampe wird der Inhalt sowohl erwärmt als auch beleuchtet. Das Wachs schmilzt und fängt an in der Flüssigkeit, in Form von großen Blasen aufzusteigen, sobald es oben ankommt, kühlt es wieder etwas ab und sinkt zu Boden, um von neuem Aufzusteigen.

Geschichte
Die physikalischen Gesetzmäßigkeiten der unterschiedlichen räumlichen Wärmeausdehnung verschiedener Stoffe, die gleiche  die in der Lampe stattfinden, sind bereits seit langem bekannt. Es bildet eines der Phänomene, die immer wieder neu entdeckt oder experimentell erkundet werden. In einem Pysikbuch dienen, das inzwischen über 100 Jahre alt ist wird das wie folgt beschrieben:

„Außerdem beschrieb C. R. Darling ein Experiment, bei dem ein mit Wasser gefülltes Gefäß, das von unten auf etwa 80°C geheizt wird, benutzt wurde und in das Anilin geschüttet wurde. Bei einer Temperatur um 63°C hat Anilin dasselbe spezifische Gewicht wie Wasser. Mit zunehmender Erwärmung dehnt es sich stärker aus als Wasser und ist leichter je heißer bzw. schwerer je kälter es ist. Das Anilin, das sich bald als große Blase an der Oberfläche sammelt, kühlt ab und die Blase sinkt zum Boden des Gefäßes, wo sie sich wieder erwärmt. Bald darauf bilden sich dort neue Blasen die an die Oberfläche steigen. Dieser Prozess setzt sich, bei gleich bleibenden Bedingungen, unendlich fort. Es ist interessant die sich in immer neuen Formationen ablösenden Blasen zu beobachten.”

Betrieb
Lavalampen benötigen je nach Modell ein bis drei Stunden zum Aufheizen und sollten nicht länger als sechs Stunden betrieben werden, um Schäden zu vermeiden.

Lavalampen sind auch praktische Kinder-leuchten und sollten in keinem Kinderzimmer fehlen, sie sind aber auch gute Büro & Technik Leuchten.