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Bilderrahmen - Begrenzung und Ergänzung
Geschrieben von Rico Heinrich   
Saturday, 17 February 2007

Ein Rahmen gehört zum Bild - das war eigentlich schon immer so. Ob alte Meister oder moderne Fotografie: der Rahmen ist ein wichtiger Bestandteil eines Bildes. Der falsche Rahmen für das falsche Bild, und Wirkung und Aussage, die gesamte Botschaft (wenn es denn eine gibt) kann verfälscht oder völlig nebensächlich werden.

Nehmen wir Fotografien: das Familienfoto, das die Harmonie der Familienmitglieder zeigen soll, in einem Bilderrahmen mit Ecken und Kanten - das geht einfach nicht. Das Ausstellungsfoto einer vom Krieg zerstörten Stadt mit einer knallbunten Umrandung - eine Katastrophe. Der Bilderrahmen ist also deshalb so wichtig, weil er ein Bild in seiner Wirkung unterstreichen oder aber es zu einer Nebensächlichkeit degradieren kann. Der Bilderrahmen zieht vielleicht die Aufmerksamkeit zu sehr auf sich, der Betrachter kann das Bild selbst nicht angemessen würdigen. Deshalb ist die Auswahl eines Rahmens auch so wichtig.

Will man eine Fotografie verschenken, so sollte man sich gut überlegen, wie man sie rahmt. Der Rahmen grenzt das Bild ab; er macht es zu einem unverwechselbaren Abbild von Wirklichkeit, grenzt es aber auch von eben dieser Wirklichkeit ab. Er macht es zu einem abgeschlossenen Ganzen. Gerade bei Fotografien schafft der Bilderrahmen Abstand zu anderen Bildern; eine Fotografie ohne Bilderahmen wirkt irgendwie unfertig; Ausnahme ist vielleicht das Fotoalbum. Aber das ist nicht der Punkt: der Bilderrahmen ist wesentlicher Teil einer Fotografie, ob sie nun auf dem heimischen Kamin steht oder in einer Ausstellung die Besucher in ihren Bann ziehen soll.