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Zukunft der Billigfluggesellschaften
Geschrieben von Marvin Fuchs   
Sunday, 24 February 2008

In den 1970er, 80er und 90er Jahren gab es einen regelrechten Boom der Billigfluggesellschaften. Enorm viele dieser Billigfluganbieter wurden gegründet und manche expandierten unvergleichbar schnell und fuhren teilweise enorme finanzielle Gewinne ein. Einige etablierten sich zu großen Billigfluglinien, wie Air Berlin oder Ryanair, andere dagegen mussten nach wenigen Wochen oder schon Tagen den Flugbetrieb wieder einstellen. Nach diesem riesigen Erfolg der Billigfluggesellschaften, lässt sich inzwischen ein deutlicher Rückgang erkennen. Vor 2005 wurden in dieser Branche noch Wachstumsraten von 50 Prozent erreicht. Heute erfolgen so gut wie keine Neugründungen von Billigfluganbietern auf dem europäischen Markt mehr. Im Gegenteil: immer mehr dieser Unternehmen melden Insolvenz an und gehen Konkurs, wie beispielsweise die Gesellschaften V-Bird und Volareweb.

Gehen sie nicht Konkurs werden sie meistens von anderen Fluggesellschaften aufgekauft. Bestes Beispiel hierfür ist die deutsche Fluggesellschaft dba, welche von Air Berlin im Jahre 2006 gekauft wurde. Auch Ryanair kaufte 2003 das Tochterunternehmen Buzz von der britischen Fluggesellschaft KLM. Auch die Möglichkeit eine Fusion einzugehen, nutzen viele Billigfluggesellschaften. So arbeitet die bekannte Billigfluglinie Air Berlin mit Germania zusammen und easyjet fusionierte mit dem Unternehmen Go. Dieser Abwärtstrend wird wohl auch in Zukunft so weitergehen. Unternehmensberater prognostizieren bis zum Jahr 2010 den Rückgang der Wachstumsrate in dieser Branche auf gerade mal 13 Prozent. Man geht davon aus, dass am Ende nur drei oder vier der Billigfluggesellschaften bestehen bleiben. Andererseits wird man zukünftig sowieso immer weniger Unterschiede zwischen Billigairlines und herkömmlichen Fluggesellschaften entdecken können. Grund dafür ist eine voranschreitende Angleichung. So bieten beispielsweise Lufthansa und andere renommierte Unternehmen immer häufiger billige Flüge an um dem Konkurrenzdruck gerecht zu werden, wohingegen die Billigfluganbieter sich immer mehr der gewohnten Funktion der Fluggesellschaften zuwenden und zum Beispiel anfangen auch für Geschäftskunden Business-Klassen einzurichten.

Autor: Marvin Fuchs