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Der Weg nach Bad Bodenteich
Geschrieben von Peter Schäller   
Tuesday, 06 November 2007

Hallo Ulf, gerade gestern Abend haben wir uns darüber unterhalten über die Momente im Leben, wo man in Stress gerät, Angst bekommt eine Hürde nicht zu schaffen?! Ich glaube irgendwie wollte Gott mich da mal wieder testen. Nach unserer Musik in gemütlichen Runde fuhren wir in Fahrgemeinschaft zurück nach Plate, um dann jeder seine Richtung einzuschlagen. Mein Weg sollte nach Bad Bodenteich führen. Wir unterhalten uns noch ein wenig (wie heißt noch die 2. Stimme aus Hohne neben Kerstin?) und knuddeln noch zum Abschied. Jeder steigt in sein Auto und los sollte es gehen. Wie es der Zufall will bin ich die Letzte dieser Runde und schnell merke ich, mit meinem Auto ist was faul. Ich stoppe wieder steige aus, erkenne  ich habe vorne links einen Platten - und ich bin allein. Ganz Plate schien ausgestorben in diesem Moment. Nun vor zwanzig Jahren hätte ich meine Ärmel hochgekrempelt, mein Reserverad ausgepackt und ran an die Arbeit. Gestern bekam ich leichte Panik, denn die Einsatzfähigkeit und vor allem die Kraft in meinen Händen fehlt einfach sehr stark. Ganz klein und unsicher wird man in diesem Moment. Gut erst mal Bestand aufnehmen, zumindest schauen, ob für einen Radwechsel alles da wäre (das Rad ist bei dem Bus unter der Karosse versteckt - muss Frau auch erst mal wissen) und ausnahmsweise einmal das Handy dabei, bei Bernd anrufen. Bernd ganz Mann macht mir Mut , sagt irgend ein netter Mensch in Plate wird zu finden sein, der Dir entweder hilft oder zumindest weiß wie ich ein Taxi erreiche um nach Hause zu kommen. Ich stapfe also  einmal rund durch Plate und siehe da, es gibt wirklich nette Menschen. Eine ältere Dame, die mir anbietet ein Taxiunternehmen anzurufen und einen netten Mann der ganz unproblematisch erklärt - ich wechsele Ihnen das Rad. Ich schicke ein kleines Dankgebet zum Himmel - ich bin nicht mehr allein. Gedanken schießen mir durch den Kopf - wie zum Beispiel - was wäre wenn: kein Handy, kein Dorf sondern nur Wald und Wiese...Der Abend sollte dann aber doch noch einige Male zu kippen drohen, denn das Reserverad ließ sich nur mit Gewalt aus der Halterung lösen, drei Rehe und ein Fuchs sollten mich daran erinnern, dass auch die Tiere manchmal die Straße nutzen und ich noch lange nicht zu Hause bin. Schließlich glücklich mit tausend Gedanken im Kopf, bin ich dann kurz vor 24.00 Uhr zu Hause angekommen. Warum ich Dir nun die ganze Geschichte schreibe? Nun einmal weil manchmal ein Gedanke gerade ausgesprochen wird und im nächsten Moment dann tatsächlich viele unvorhergesehene Dinge auf mich einstürzten. Zum anderen brauche ich eine Kontaktperson in Plate, die mir den Namen des netten Herren sagen kann, der mir da sehr aus der Patsche geholfen hat. Er wollte kein Geld für seine Hilfe - es blieb mir nur die Möglichkeit eines dankbaren Händedruckes. Gerne würde ich mich aber im Nachhinein noch einmal bei diesem Helfer in der Not bedanken. Sicher kennst Du dort den Pastor oder die Chorleitung...????? Da Plate ein kleines Dorf ist könnte ich so sicher den Namen erfahren. Der neue Tag mit viel Sonne, einem Frühstück auf der Terrasse verspricht ein schöner Tag zu werden. Bitte antworte mir bald damit ich mich in Plate bedanken kann. Ich wünsche Dir einen schönen Tag Christel