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Die Krawatte – bereits Accessoire des Sonnenkönigs
Geschrieben von Hauk   
Saturday, 24 November 2007

Die europäische Krawatte hat Ihren Ursprung in Kroatien. Als Uniformbestandteil kroatischer Söldner gelangte sie 1660 nach Frankreich. Dort dienten kroatische Soldaten im Herr des Sonnenkönigs.

Die Croatta wie sie in Frankreich genannt wurde kam an. In den nachfolgenden Jahren änderte sich die Ausprägung der Krawatten. Was am Hofe Frankreichs angesagt war wurde schnell an den übrigen europäischen Adelshäusern nachgeahmt. Am französischem Hofe gab es sogar einen ausgewählten Dienerkreis dessen Aufgabe es war dem König jedem Tag eine Auswahl an Krawatten zu präsentieren. Der Cravatier des Königs war für den perfekten Sitz der Krawatte zuständig – ein professioneller Zupfer sozusagen.

Seit jener Zeit hält sich die Krawatte tapfer und ist wohl heute das männlichste aller Accessoires des Mannes. Während der französischen Revolution brachte man mit der Farbe der Krawatte die eigne politische Meinung und damit auch die Zugehörigkeit zu einer Sozialengruppe zum Ausdruck. Die Anhänger der Revolution trugen schwarze Krawatten die Gegner, wie am Hofe üblich, trugen weiße Krawatten. Noch heute ist die Krawatte nicht nur ein Accessoire. Sie steht für Zuverlässigkeit, Konformität und in gewissermaßen sogar für Erfolg. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass in vielen Berufen mit überdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten das Tragen einer Krawatte absolute Pflicht ist, verleiht der Krawatte eine gewisse Exklusivität. 

Es empfiehlt sich heute bei der Wahl einer Krawatte auf den Anlass zum sie getragen wird zu achten. Eine Vielzahl gewagter Muster und schlimmstenfalls Comicmotive machen es dem Käufer schwer mit der Krawatte ins Schwarze zu treffen. Im Berufsleben gilt: weniger ist mehr. Hier empfehlen sich Unifarbene Krawatten aus reiner Seide oder gestreifte Krawatten nach englischem Vorbild.