| Kirche und Musik |
| Geschrieben von Gerhard Willhalm | |
| Saturday, 18 November 2006 | |
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Die Entwicklungsgeschichte der Orgel seit den Römern bis zur Gegenwart.
Im Jahr 63 empfiehlt der Apostel Paulus in einem Brief an die Epheser
und Kolosser das Singen von Psalmen, Hymnen und
geistlichen Liedern, natürlich war den Frauen, die ja in der
Kirche zu Schweigen hatten, da Singen ebenso verboten. Allein durch die „von Gott geschaffene menschliche
Stimme“ sollte „der Lobpreis Gottes“ erklingen
(Paulus (1. Kor. 14,7 ff.))
Um 180 wird in der Oracula Sibyllina erwähnt: „ Nicht vergießen sie mit Spenden der Opfer an den Altären Blut, keine Pauke erschallt, kein Cymbal, keine vieldurchlöcherte Flöte, Instrumente voll wahnsinnigen Tones, nicht der Ton der Hirtenflöte, die die geringelte Schlange nachahmt, nicht die Trompete, die da ruft mit wildem Klange.“ (Nestler, Geschichte der Musik - Rom - Anfänge des Christentums) Clemens von Alexandrien (um 150-216, Leiter der Katechetenschule von Alexandria) sprach: Wir Christen brauchen ein einziges Instrument, das Wort des Friedens, mit dem wir Gott verehren, nicht aber das alte Psalterium, die Pauken, Trompeten und Flöten. Bischoff Cyrill von Jerusalem verbot im Jahre 350 den Frauen beim Gottesdienst hörbar laut zu singen Auch der Katechet Isidor von Pelusium gab 100 Jahre später den Frauen nur unwillig die Erlaubnis zum Mitsingen, mit der Begründung, sonst würden sie während des Gottesdienstes nur schwätzen.Um 600 verlangte Papst Gregor I. eine Ordnung der alten römischen Melodien und eine einheitliche Liturgie für das ganze römische Westreich. Johannes XXII. von Avignon wendet sich 1325 mit der Bulla Docta Sanctorum gegen die Ars Nova in der bei Aufführungen in der Kirche mit Strafen droht.Auf dem Konzil von Trient 1545 gab es zwei unterschiedliche Auffassungen über die Reform der Kirchenmusik: Die Einen suchten die Tradition von Messe und Motette, die Anderen eine neue, wortgezeugte Kirchenmusik, welche das Madrigal (= mehrstimmige, solistische Vokalkomposition) zum Vorbild haben sollte. Das Konzil endete jedoch nur mit einem Verbot von „anstößigen Melodien“. |