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Die Shisha-Kultur
Geschrieben von Diana Lötz   
Tuesday, 10 October 2006
Die ägyptische Wasserpfeife, die sich im Moment wachsender Beliebtheit erfreut und hierzulande einen wahren Boom erlebt, ist in arabischen Ländern, wie Ägypten, Persien und der Türkei schon lange fester Bestandteil der Kultur. 

Ursprünglich stammt die ägyptische Wasserpfeife aus dem indischen Raum, wo sie aus einer Kokosnuss und einem Bambusstab zusammengesetzt geraucht wurde.Daher auch die Bezeichnung „Nargile“, die auf den persischen Wortstamm der Kokosnuss verweist. Noch mehr bekannt ist sie bei uns durch ihre Bezeichnung „Shisha“ oder auch „Sheesha“, was wiederum aus dem Persischen abgeleitet ist und früher den Glaskörper beschrieb, mittlerweile aber die Pfeife als Ganzes bezeichnet.

Im 19. Jahrhundert schwappte der Kult um die Wasserpfeife auch nach Europa und hielt Einzug in die Teesalons Englands, wo sie auch in intellektuellen Kreisen echten Kultstatus erreichte.Die Popularität der Shisha liegt begründet in ihrer Fähigkeit die Menschen zusammen zu bringen, sich im Kreise auszutauschen und bei leichtem Tabakgenuss die Seele baumeln zu lassen. So wurde auch traditionell im Orient die Shisha geraucht, wenn viele Freunde zusammen kamen oder zu besonderen Feierlichkeiten. Meist gab es dabei Tee oder ein paar Kekse in gemütlicher Umgebung, um dabei zu entspannen.Der Tabak, den man der Shisha zufügt, ist in den arabischen Ländern meist neutral oder mit Honig selbst aromatisiert, hierzulande trifft man dagegen meist auf aromatisierte Tabaksorten, die Geschmacksrichtungen in Hülle und Fülle bieten, hier nur mal ein paar genannt: Mango, Cappuccino, Lakritze, Kirsche und Doppelapfel, wobei die letzte Sorte der Doppelapfel wohl die beliebteste Sorte ist.

Der original arabische Wasserpfeifentabak verfügt über einen Feuchtigkeitsgehalt von ca. 25-30%, in Deutschland aber sind laut Tabakverordnung nur 5% Feuchtigkeitsgehalt zu gelassen, deshalb werden zusätzlich Feuchthaltemittel zugefügt um ein optimales Rauchergebnis zu erlangen.Meist wird Glycerin oder Melasse hinzugefügt. Entstanden ist diese Neuregelung nicht aufgrund gesundheitlicher Schädlichkeit sondern um zu verhindern, dass dem Tabak weitere Feuchtigkeit oder sogar Wasser beigemischt wird.Alles in Allem ist es ein toller Brauch und angenehmer Zeitvertreib, doch übertreiben sollte man es nicht, denn Forscher warnen vor dem täglichen Gebrauch, da dies unter Umständen schnell in die Nikotinsucht führen kann.