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Geschrieben von Tobias Forster
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Saturday, 22 December 2007 |
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Der
chinesische Kalender ist
eine der kompliziertesten Strukturen im Kalenderwesen. Es handelt
sich um einen astronomischen Kalender, d. h., der Eintritt bestimmter
Ereignisse ist an das Beobachten der Himmelskörper geknüpft.
Eigentlich ist der chinesische Kalender eine Kombination von drei
verschiedenen Kalendern, die sich gegenseitig überlagern und
total voneinander abhängen. Ein lunisolarer Kalender ist mit
einem Sonnenkalender kombiniert, mit zusätzlicher mehrfach
gestaffelter zyklischer Struktur. Das alles und noch zwei
unterschiedliche Jahre (Sui und Nian) und verschiedenen Zählweisen
werden zu einem komplexen und untrennbaren Ganzen verschmolzen. Die
Monatslängen richten sich nach dem Mond. Das Mondjahr wird durch
die Schaltmonate wieder in Einklang mit dem Sonnenjahr und dem Zyklus
der Jahreszeiten gebracht (lunisolarer Kalender). Ein Jahr nach dem
lunisolaren Kalender geht von Neujahr zu Neujahr und heißt
Nian. Der Sonnenkalender teils das Jahr in 24 Abschnitte. Die
Festsetzung wichtiger Jahreszeitmarker richtet sich nach einem
Sonnenkalender, auch
Bauernkalender genannt. Ein Jahr nach diesem Kalender geht von
Wintersonnenwende zu Wintersonnenwende und heißt Sui. Die
Festsetzung des Neujahrs, des Beginn des Jahres Nian, richtet sich
nach dem tropischen Sonnenjahr und nach dem Neumond zugleich. Der
chinesische Kalender kennt keine
kontinuierliche Jahreszählung.
Anfangs
hat man einfach mit dem Regierungsantritt
eines neuen
Kaisers wieder von vorne
angefangen zu zählen und wieder mit 1 begonnen. Erst später
während der Han-Dynastie
kam es zu einer Reform:
Nach Studium der alten Unterlagen kam man zu dem Schluß, daß
der Kalender von Huang-Di 2637 v. Chr. eingeführt wurde, und
seitdem ist der offizielle
Beginn der Zeitrechnung am 8.3.2637 v. Chr.
im 61. Jahr des Kaisers Huang-Di. Aber immer noch hat man keine
kontinuierliche Jahreszählung. Die kurzfristig verflossene Zeit
wird in Zyklen
gemessen. Die großräumig verflossene Zeit wird nach
Epochen
gemessen. Eine chinesische Epoche sind 3.600 Jahre (60 Zyklen zu je
60 Jahren).
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