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Internet statt Sportverein: Vom neuen Gruppengefühl
Das Internet ist innovative Zukunft, weltweite Informations-
und Kommunikationsplattform und damit ein Stückchen neu erworbene Freiheit -
aber auch der Schritt in ein faules, neues Leben.
Längst sind es nicht mehr nur die e-Mails oder Informationsdienste, die den
Nutzer vor den Bildschirm treiben. Da das Internet mit immer mehr Usern und
unaufhörlich schneller werdenden Zugangsverbindungen stets vielseitiger und
bunter wird, mehren sich auch die Möglichkeiten: Communities mit Foren oder
Chats und virtuelle Freundschaftsverbünde sind schon längst zu florierenden
Plattformen avanciert.
Was den Nutzer an diesen Zusammenschlüssen so fasziniert, ist offensichtlich.
Communities im Internet sind Communities, die ungemein bequem sind. Sie sind
von jedem Telefonanschluss aus anwählbar, in jeder körperlichen Verfassung
aufsuchbar und meistens ist die Mitgliedschaft auch noch umsonst.
Zudem ist der Nutzer aufgrund von Anonymität vielfach ungehemmter. So traut er
es sich meistens eher zu, in Internetforen und Chats locker mitzudiskutieren
als etwa in einer „echten“ Diskussionsgruppe vor Ort.
Dass das Internet nicht nur harmlose "Barbie"-Fangruppen auftut,
sondern auch sehr gefährliche Zusammenschlüsse (wie beispielsweise
Teufelsanbeter- und Kannibalenvereinigungen) aus dem Boden schießen, ist längst
bekannt. Dementsprechend wichtig ist es, dass Erwachsene die
Internetaktivitäten ihrer Kinder im Auge behalten.
Dass manche Communities hingegen tatsächlich ohne jedweden bösen Hintergedanken
ins Leben gerufen worden sind, kann man oft schon an deren verträumtem
Webdesign beobachten: Da zieren bunte Blüten Hintergründe in zarten
Pastelltönen, und mit romantischer Genüsslichkeit ruft man dazu auf, über sein
Lieblingsobjekt oder -hobby mitzuplaudern - als drehe sich das ganze Leben nur
um diese eine Sache.
Gewiefte Community-Betreiber haben allerdings nicht nur das auf ihren Seiten
ausgestellte Lieblingsthema im Kopf, sondern auch das Geldverdienen. Wer das
Webdesign seiner Seiten ein wenig durchdenkt und etwas Mühe in dessen
Ausarbeitung steckt, der kann sich schnell nebenbei Geld verdienen, indem er
bezahlte Werbebanner auf seiner Homepage platziert.
Abgesehen von den Verdienstchancen und den Möglichkeiten, in seinem
Lieblingsthema voll und ganz aufzugehen, bleiben Internetcommunites
zweifelhaft.
Kritisierte man schon vor Jahren den Rückgang der körperlichen Betätigung von
Kindern und Jugendlichen, dürfte die massenhafte Nutzung des Internets den
totalen Supergau für Gewicht und Gesundheit bedeuten. Dass der Blick auf den Bildschirm
auf Dauer weder gut für die Augen noch für den Kreislauf sein kann, ist
weiterhin anzumerken.
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