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Heizölpreise tiefer als im Vorjahr
Geschrieben von Josef Weichslberger   
Tuesday, 10 April 2007
Heizölkäufer sollten sich auf diesem Niveau durchaus Gedanken zu einer rechtzeitigen Einlagerung machen, denn in den letzten drei Jahre sind die Rohölpreise im Frühjahr und Sommer stets gestiegen.

Die Heizölpreise in Deutschland sind in diesem Jahr zwischen 5 und 15 Prozent niedriger als im Vorjahr. Zwar kletterten die Rohölpreise mittlerweile wieder auf weit über 60 US-Dollar pro Barrel, aber der sehr starke Euro sorgt dafür, dass die Öleinfuhren in Europa trotzdem günstiger sind.

Auch die aufgrund des milden Winters sehr schwache Nachfrage trägt einen Teil zu dieser für die Konsumenten sehr erfreulichen Heizölpreis-Entwicklung bei. Der Verbrauch an Brennmaterial ging um rund 30 Prozent zurück, was natürlich deutliche Spuren am Heizölmarkt hinterlässt.

Heizölkäufer sollten sich auf diesem Niveau durchaus Gedanken zu einer rechtzeitigen Einlagerung machen, denn in den letzten drei Jahre sind die Rohölpreise im Frühjahr und Sommer stets gestiegen. Vor allem zu Beginn der Hurrikansaison im Südosten der USA steigt die Nervosität an den Ölmärkten deutlich an. Vor knapp zwei Jahren hatte Hurrikan "Katrina" die Öl-Infrastruktur der USA nahezu vollständig lahm gelegt und die Preise auf neue Rekordhochs steigen lassen. 

Auch die politischen Krisenherde Iran und Irak werden die Ölmärkte wohl noch länger beschäftigen und die Nachfrage steigt aufgrund der aufstrebenden Wirtschaftsnationen China und Indien kontinuirlich an.

Auf der anderen Seite stehen weltweit genügend Ölreserven zur Verfügung um der Nachfrage auch gerecht zu werden.

Einzig und allein der drohende Klimawandel und die damit einhergehenden Einsparbemühungen der großen Industrienationen könnten den Öldurst geringer werden lassen.