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Die Geschichte der Vornamen
Geschrieben von Melina Bienefeld   
Tuesday, 31 July 2007
Bereits vor 2000 Jahren gaben sich die Germanen Vornamen. Damals standen meist die Natur oder die Götter Pate. War ein Mann stark wie ein Bär – so wurde er Bernhard genannt. Wollte man den Donnergott Thor ehren, nannte man sein Kind beispielsweise Thorsten und hoffte, es würde so von dessen berühmter Wut verschont bleiben. Im Mittelalter gab man seinem Kind einen Namen aus der Bibel, weil die Kirche die mächtigste Institution der damaligen Zeit war.

Vornamen wie Markus, Andreas oder Johannes stammen aus dieser Zeit. In den Zeiten des Nationalsozialismus gab man seinen Kindern Namen, die an die Germanen erinnern sollten. Kinder wurden zum Beispiel nach germanischen Helden benannt. Je heroischer der Name desto besser. Namen wie Hermann oder Ingrid waren damals häufig vertreten. Als der Krieg vorbei war, gab man seinen Kindern zunächst wieder christliche Namen. Erst in den 50ern hielten dann Namen aus fremden Ländern Einzug. Man gab seinen Kindern skandinavische, spanische oder englische Namen. Namen also aus Ländern, die man selbst gerne bereiste. Beispiele dafür sind Björn, Marco oder Robin. Seit den 60-jahren gibt es keinen besonderen Namenspaten mehr. Kinder werden Namen gegeben, die einem selbst gefallen, beispielsweise weil der Lieblingsmoderator so heißt. Wusste im Mittelalter noch jedes Kind, welche Bedeutung der Name Bernhard oder der eigene Name hat, weiß dies heute kaum noch jemand. Es geht nicht mehr darum den Vornamen nach seiner Bedeutung auszuwählen. Sondern seinem Kind durch einen „originellen“ Vornamen von anderen Kindern zu unterscheiden. Dies führt zu Namen wie Cindy (vor allem in der DDR), Fynn oder Rosa. "