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Die Tradition des Blockhauses in Skandinavien
Geschrieben von Elke Lohre   
Monday, 30 April 2007
Ein Holzhaus wurde schon früher als Wohnraum gebaut und heutzutage werden die Holzhäuser immer beliebter!

Das Holzhaus ist eine der ältesten Arten von Menschenhand geschaffener Behausungen überhaupt. Die bekannteste Form - das Blockhaus - war bereits in der Jungsteinzeit bekannt, wie archäologische Funde beweisen. Auch Tacitus erwähnte schon die Hauskonstruktionen der Germanen, die aus vielseitig behauenen Stämmen bestanden. Auch die Skythen haben bereits im 1. Jahrtausand v. Chr. die Blockbauweise in ihren Grabkammern angewandt.

Besondere Verbreitung erfuhr ein Holzhaus besonders in Skandinavien. Dies ist vor allem auf den besonders reichen Waldbestand dieser Länder zurückzuführen. Das Blockhaus war dort bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. bekannt und um 1000 n. Chr. waren Holzhäuser in ganz Skandinavien üblich. Das älteste noch erhaltene Gebäude in Blockbauweise Norwegens wurde um 1250 n. Chr. errichtet und kann heute im Osloer Volkskunde-Freiluftmuseum bestaunt werden. Zu den berühmtesten Vertretern dieser Art gehören mit Sicherheit auch die skandinavischen Stabkirchen, die meist im 12. und 13. Jahrhundert errichtet wurden.

Das Holzhaus wurde häufig auf Pfeilern oder einem steinernen Fundament errichtet. Dies diente vor allen Dingen dazu, Ratten und ähnliches Ungeziefer abzuhalten. Während sich in Deutschland allerdings eher die Fachwerkbauweise durchsetzte, war in Skandinavien die Blockbauweise wesentlich populärer. Dies prägt in vielen Ortschaften und Städten Skandinaviens auch bis heute das Stadtbild.

Holzhäuser sind heutzutage keineswegs aus der Mode gekommen oder gar antiquiert, im Gegenteil. Durch immer weiter fortschreitende Entwicklung erlebt das Holzhaus - und hierbei besonders das Blockhaus - zurzeit eine wahre Renaissance. Holz hat sich über die Jahrtausende, in denen es als Baustoff verwendet wurde, als solcher etabliert. Besonders die Vielseitigkeit, die praktisch unbegrenzte Verfügung sowie die einfache und energiearme Verarbeitung sind wohl hierfür verantwortlich. Und es sieht nicht so aus, als würde der Siegeszug vom Holz bald am Ende sein.