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Deutschland wird kinderfreundlich |
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Geschrieben von Andreas Reer
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Friday, 23 March 2007 |
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Deutschland entwickelt sich mehr und mehr zu einem kinderfreundlichen Land - oder doch nicht?
Kinderbetreuung, vor allem für solche unter einem Alter von 3 Jahren,
gehörte in den vergangenen Jahren zu den großen Problemen in Deutschland.
Allerdings scheint der Ausbau von Betreuungsplätzen und bedarfsfreundlichen Kindertagesstätten
in den letzten 3 Jahren deutlich voran zu gehen. Dafür sprechen die Zahlen,
denn bundesweit hat zurzeit jedes 7. Kind unter 3 Jahren einen festen
Betreuungsplatz. Das Ziel bis 2010 230,000 neue Plätze zu schaffen, scheint
durchaus möglich. Besonders der konstruktive Dialog zwischen Ländern und
Kommunen ermöglichte diesen Fortschritt, auch wenn noch ein langer Weg zu
beschreiten ist. Dabei hält die Dynamik der ersten Ausbauphase an. Die meisten
Jugendämter haben sich eine Verdopplung ihres momentan erreichten Ausbaustandes
als Ziel gesetzt. Dennoch besteht noch immer ein großer Unterschied bei der
Umsetzung der Politik in den verschiedenen Kommunen. Vor allem in den vom
demographischen Wandel betroffenen Kommunen müssen nun die richtigen Entscheidungen
getroffen werden, denn Kinderbetreuung ist zu einem Standortfaktor geworden,
ohne den die Familien den Gemeinden den Rücken kehren. Ein Heilmittel dafür
sollen flexiblere Öffnungszeiten sein, denn viele Eltern haben Jobs und können sich einen zusätzlichen Babysitter selten leisten. Zu den
neuen Modellen der Kommunen gehören altersübergreifende Formen der
Kinderbetreuung oder die Einrichtung von Betriebskindergärten. Einen weiteren
Ansatz stellen die Tagesmütter dar, deren Bedarf stetig steigt. Ohne die
Unterstützung des Bundes wird es den Ländern und Kommunen aber nicht gelingen
den eingeschlagenen Weg weiter zu führen. So werden verstärkt
Tagespflegepersonen ausgebildet, um mehr Plätze für Tagesmütter entstehen zu
lassen. Damit garantiert der Bund für mehr Qualität und Akzeptanz bei den
Eltern. Die Mittel dafür in Höhe von 10 Millionen Euro kommen aus den
Europäischen Sozialfonds.
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