|
Geschrieben von Birgit Lorz
|
|
Thursday, 21 June 2007 |
Das Leben einer Mutter und Hausfrau wird von vielen belächelt. Wie oft hört man da den Satz: Wie du bist NUR Hausfrau? Ja, solche Frauen soll es geben – die in der Arbeit für Familie, Haus und Hof aufgehen. Was ist daran so schlimm?
Meist steht die Frau schon morgens mit Mann und Kindern auf. Nun
richtet sie Frühstück und die Pausenbrote. Bald machen sich alle
anderen auf den Weg zu Arbeit oder in die Schule. Nur frau eben nicht –
denn sie lebt ja an ihrem Arbeitsplatz.
Jetzt folgt ein Vormittag voller langeweile – könnte man meinen. Doch
dem ist bei weitem nicht so. Die Wäsche gehört gewaschen, der Boden
geputzt, eingekauft und gekocht.
Nachmittags wird der Filius bei den Hausaufgaben überwacht – nebenher noch schnell die Fenster geputzt.
Natürlich gibt es auch viele Tätigkeiten, die kein Mensch mehr sieht, sind sie mal erledigt: Marmelade gehört eingekauft. Die Katze ist krank und muß zum Tierarzt. Oder das heiß geliebte Babyspielzeug ist kaputtgegangen und Mutter muß es nun nähen.
Abends, wenn alle am Essenstisch beisammensitzen und erzählen, wie der
Tag war – traut sich ab und zu Mama, zu sagen, daß es heute wieder
streßig war und sie geschufftet hat, wie eine Große. Da werden die
Augen von Mann und Kinder groß: Wie? Du? Du bist doch den ganzen Tag
zuhause und kannst Kaffeetrinken ... kommt es wie aus einem Mund.
Genau das ist das Leben einer Hausfrau und Mutter ;-).
|