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Das Brautkleid und seine Bedeutung
Geschrieben von Markus Heck   
Wednesday, 23 May 2007

Zur Eheschließung ist es Brauch, dass die Braut ein Brautkleid trägt. In Europa ist das Brautkleid vorrangig weiß. Die Farbe Weiß bedeutet Reinheit und Vollkommenheit. Dies soll auch für die sexuelle Unberührtheit der Braut stehen. Aber nicht nur Jungfrauen tragen weiße Brautkleider, denn für fast jede Frau gehört ein weißes Kleid einfach zum schönsten Tag ihres Lebens dazu.

Die Assoziation zwischen der Farbe weiß und der Reinheit und Unschuld der Braut entwickelte sich sehr früh in der Geschichte der Menschheit. Trotzdem war es nicht jeder Braut vergönnt, auch ein spezielles Kleid zur Trauung zu tragen. Denn im 18. und 19. Jahrhundert konnten sich die Frauen kaum ein Brautkleid leisten. Somit wurde in den besten oder feinsten Kleidern geheiratet, die die Frauen ohnehin schon besaßen.

Erst zum Anfang des 20. Jahrhunderts festigte sich der Zusammenhang zwischen der Hochzeit und einem weißen Brautkleid. Diese Festigung wird vorrangig vom Adel geprägt. Denn immer mehr Adlige heirateten in prunkvollen weißen Kleidern, die mit Gold, Silber und Edelsteinen besetzt waren. Bürgerliche Frauen konnten sich solche stolzen Kleider jedoch nicht leisten, aber auch hier wurden etwas weniger großartige weiße Kleider zum Brauchtum.

In der heutigen Zeit sind jedoch auch sehr auffällige Kleider zur Mode geworden. So heiratete schon so manche Braut in rot oder schwarz. Der Farbwahl sind heutzutage keine Grenzen mehr gesetzt. Auch mit Jeans besetzte Kleider sind heutzutage sehr gefragt.

Eines bleibt jedoch wahrscheinlich immer Brauch: das blaue Strumpfband unter dem Brautkleid! Egal welche Farbe oder Form das Brautkleid an sich auch immer haben mag.