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Prepaidkarten für Handys
Geschrieben von Alexander Bertram   
Monday, 29 January 2007

Prepaidkarten für Handys gibt es schon seit vielen Jahren, doch war diese Art von Handykarten bis vor einiger Zeit nur für jene interessant, denen ein Handyvertrag verwehrt blieb.

Einem Vertrag mit einem Unternehmen der Mobilfunksparte geht immer zunächst eine Anfrage bei der Schufa voraus. Gibt es hier einen entsprechenden Eintrag, das heißt die Bonitätsprüfung fällt negativ aus, so ist es nicht möglich einen Handyvertrag abzuschließen. Prepaidkarten, bei deren Erwerb keine solche Bonitätsprüfung durchgeführt wird, boten jedoch wesentlich teurere Handytarife, wodurch die Verbreitung nur sehr langsam vonstatten ging.

Für eine weitere Zielgruppe wurden Prepaidkarten interessant, als die Meldungen über überschuldete Jugendliche zunahmen. Eltern schlossen für ihre Kinder nunmehr ungern einen Handyvertrag ab, der den Kindern unbegrenztes Telefonieren ermöglichte. Prepaidkarten waren hier eine gute Alternative, höhere Handytarife wurden in Kauf genommen und auf das subventionierte Handy verzichtet, um sicherzustellen dass nur ein vorgegebener Betrag für Telefonate und SMS aufgebraucht werden konnte. Auch Anbieter von Abos für Handy-Klingeltöne und ähnliches waren ein Grund für die Entscheidung zu einer Prepaidkarte.

Erst in letzter Zeit, mit dem aufkommen der so genannten Prepaidkarten Discounter, werden Prepaidkarten für jedermann interessant. Diese Anbieter von prepaidkarten werden ihrem Namen gerecht und bieten Handytarife, die deutlich günstiger sind als bei allen Vertragsanbietern. Sowohl bei Telefonaten, als auch bei SMS, können erheblich Summen eingespart werden. Nicht nur für Wenigtelefonierer, welche ihre Handys vorwiegend zu Erreichbarkeit besitzen, können durch Prepaidkarten Grundgebühr und Mindestumsatz sparen, gerade für Vieltelefonierer ist aufgrund des niedrigeren Minutenpreises großes Sparpotential gegeben. Außerdem sind die Handytarife bei diesen Discountern sehr übersichtlich und bieten in der Regel zu jeder Tageszeit und an jedem Wochentag den gleichen Minutenpreis für Gespräche in alle Handynetze und in das Festnetz. Daher kann es bei einem Handyvertrag zu gewissen Nachtstunden und am Wochenende durchaus etwas niedrigere Preise geben, im Durchschnitt sind die Tarife der Discounter jedoch deutlich niedriger.

Wer also ein noch ausreichendes Handy besitzt oder bereit ist das neue Handy komplett aus eigener Tasche zu kaufen, sollte einmal die Angebote der verschiedenen Anbieter von Prepaidkarten vergleichen. Denn auch wenn beim Erwerb einer Prepaidkarte keine neuen Handymodelle für einen Euro zu erhalten sind, so bezahlt der Kunde eines Vertrages diese subventionierten Handys in Form von Grundgebühr und höheren Tarifen ohnehin selbst, so dass der Kaufpreis für ein neues Handy in Verbindung mit einer Prepaidkarte schnell wieder eingespart werden kann.