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Vorbereitungskurse für die Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie
Geschrieben von Norman Ehlert   
Monday, 11 September 2006

Wer in Deutschland psychotherapeutisch arbeiten möchte, braucht dafür die Erlaubnis.

Diese Erlaubnis erhalten drei Berufsgruppen:

  • Ärzte
  • Psychologische Psychotherapeuten
  • Heilpraktiker


Um als Heilpraktiker für Psychotherapie zugelassen zu werden, muss man bei seinem zuständigen Gesundheitsamt eine Überprüfung bestehen. In dieser Überprüfung wird geprüft, ob der Prüfling verantwortungsbewusst mit Klienten umgehen kann. Ein großes Risiko bei psychischen kranken Menschen ist die hohe Eigengefährdung, z.B. wenn jemand mit Depressionen keinen Ausweg mehr weiß. Diese Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie ist sehr anspruchsvoll.

Um diese schwierige Überprüfung bestehen zu können, ist viel psychologisches, psychiatrisches und neurologisches Fachwissen erforderlich. Dies im Selbststudium zu erlangen ist für die meisten Menschen eher mühsam und oft nicht ausreichend.

Daher gibt es Vorbereitungskurse zum Heilpraktiker für Psychotherapie, die in ganz Deutschland angeboten werden. Kompetent wird dabei der Stoff schrittweise vermittelt und anschaulich durch Videos, Abbildungen und Übungen vermittelt. Die Teilnehmer haben hier die Möglichkeit, ihr Wissen durch Diskussionen zu bilden und zu festigen. Schnelle Nachfragen bei Verständnisschwierigkeiten sind ebenso möglich wie das Abtesten des bereits aufgebauten Fachwissens.

Im Vorbereitungskurs zum Heilpraktiker für Psychotherapie wird das für die Überprüfung und die spätere Arbeit notwendige Wissen über psychische Störungen vermittelt. Es geht dabei zum Beispiel um Diagnostik- und Anamneseverfahren sowie um Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, Neurosen und Psychosen, um Depressionen, Schlafstörungen, Sexuelle Störungen, Dissoziative Störungen und Essstörungen, wie Anorexie und Bulimie. Auch neurologisches Wissen wird erworben; Krankheitsbilder sind da zum Beispiel die Demenz, der Parkinson, Multiple Sklerose, Epilepsie und Schlaganfall. Auch psychosomatische Erkrankungen, wie zum Beispiel Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, essentielle Hypertonie, Asthma oder Neurodermitis gehören zum Fachwissen.

Ergänzend zu den Krankheitsbildern erhalten die Teilnehmer auch Kenntnisse über die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen und pharmakologische Behandlungen.

Neben diesem Fachwissen über Diagnostik, Ursache und Aufrechterhaltung von Psychischen und Psychiatrischen Störungen ist es für den zukünftigen Heilpraktiker für Psychotherapie wichtig, zu wissen, wie man die einzelnen Störungen therapiert. Was macht man z.B. mit einem Klienten, der in einer Erschöpfungsdepression steckt und nicht weiß, wie er da allein wieder heraus kommt? Um therapeutisch zu arbeiten, sollten die Heilpraktiker für Psychotherapie ein Therapieverfahren erlernt haben, wie zum Beispiel die Integrierende Therapieausbildung, die verschiedene Therapieverfahren verknüpft, um effektiv auf die einzelnen Phasen einer Therapie und verschiedene Probleme des Klienten reagieren zu können.

Autor: Dipl.-Psych. Norman Ehlert

Institut mit Vorbereitungskursen zum Heilpraktiker für Psychotherapie bundesweit und Therapieausbildungen