| Nagelpilz wird häufig zu spät erkannt |
| Geschrieben von Jens Kleinholz | |
| Monday, 19 February 2007 | |
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Nagelpilz hat sich in Deutschland zu einer regelrechten Volkskrankheit entwickelt. Das liegt an seiner leichten Verbreitungsmöglichkeit. Besonders in Gemeinschaftseinrichtungen, wie beispielsweise dem Schwimmbad oder in der Sauna, lauern die Infektionsherde, da hier viele Menschen barfuß laufen. Da eine Infektion bereits durch den bloßen Kontakt mit den Pilzsporen geschehen kann, ist die Ansteckungswahrscheinlichkeit hier besonders hoch. Da der Nagelpilz ein feucht-warmes Umfeld bevorzugt, sind Fußnägel deutlich öfter betroffen als Findernägel.Nagelpilz äußert sich in leichteren Fällen durch eine gelbliche bis grau-braune Verfärbung der Nagelränder. Dann sind meist Fadenpilze der Auslöser, die an der freien Nagelseite angreifen können. In schwereren Fällen kommt es zu einer Verdickung der Nagelplatte, die zudem rissig und spröde wird. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine Infektion mit einem Hefepilz, die vom Nagelwall (Wuchsstelle des Nagels) ausgeht. In beiden Fällen kommt es zu unschönen Nagelveränderungen, die umgehend vom Hautarzt untersucht werden sollten. Ist eine Diagnose auf Nagelpilz erfolgt, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Behandlung. Als sehr wirksam hat sich die Anwendung von speziellen Nagellacken erwiesen, die aufgrund ihrer Zusammensetzung auch in die tieferen Keratin-Schichten, aus denen der Nagel besteht, eindringen kann und dort die Pilzsporen abtötet. Sie bieten gleichzeitig einen Schutz für die geschädigte Nagelsubstanz. Da Nagelpilz sehr hartnäckig ist, sollte die medizinische Behandlung durch allgemeinhygienische Maßnahmen unterstützt werden. Hierzu gehört besonders die regelmäßige Desinfektion der Socken und Schuhe. Um die Erreger möglichst einzudämmen, sollten Handtücher, Leibwäsche und andere Textilien von Nagelpilz-Erkrankten besonders häufig gewechselt und bei mindesten 60° gewaschen werden, um die Sporen abzutöten. |