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Muskelkater
Geschrieben von Dietmar Pollmann   
Thursday, 22 March 2007

Von ambitionierten Sportlern als Zeichen für ein gutes Training geliebt, von unerfahrenen Trainierenden als Schmerz empfunden und missbilligt, zählt der Muskelkater zu den am häufigsten erwähnten Phänomenen der Sport- und Belastungs-Welt.

Mittlerweile ist klar, dass Mikro-Faser-Risse in der Muskulatur seine Ursache bilden. Diese entstehen vor allem bei intensiven Kraft-Einsätzen, beziehungsweise bei solchen, auf die man in ihrer Spezifik nicht vorbereitet war. Entsprechend fällt der Muskelkater nach Wiederholung eines solchen Trainings meist halb so schlimm aus. Die dritte Wiederholung eines einst muskelkater-erzeugenden Trainings ist in den Tagen darauf kaum noch zu spüren.

Der Körper gewöhnt sich also einerseits rasend schnell an bestimmte Belastungen, und andererseits ist Muskelkater weniger eine Verletzung, als vielmehr ein Anzeichen für eine Schwachstelle des Körpers, welche wiederum auf eine Lücke in der Spezifik-Bandbreite des Trainings hinweist.

Darüber hinaus weiß ein Sportler den Muskelkater mit zunehmender Erfahrung zu antizipieren. Auch insofern ist Muskelkater also eine Rückmeldung, die im weiteren Verlauf die Körper-Intelligenz fördert, was schließlich dazu führt, dass Muskelkater genau so stark ausfällt, wie gewünscht.

Mein Tip lautet daher: Riskiert den einen oder anderen Muskelkater und lernt, Euch einzuschätzen. Selbständigkeit und Leistungsfähigkeit werden die Folgen sein.

p.s. Für die Fachleute unter Euch, hier eine differenziertere Auflistung von Muskelkater-Ursachen:

  • Krafteinsätze ohne beziehungsweise mit wenig Vorbereitung
  • Unzureichende Aufwärmung beziehungsweise Abwärmung
  • Ungenaue Einschätzung der persönlichen Leistungsfähigkeit
  • Krafteinsätze aus der Dehnstellung, sowie exzentrische Bremsarbeit
  • Schnell-Krafteinsätze und Plyometrie
  • Krafteinsätze mit hoher koordinativer Anforderung, besonders bei Ermüdung

Euer Dietmar