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Meniskus im Kniegelenk
Geschrieben von Markus Tjoa   
Monday, 03 September 2007

Der Meniskus im Kniegelenk ist ein scheibenförmiger Knorpel, der einer besseren Druckverteilung zwischen den Gelenkflächen von Femur und Tibia dient und somit eine Pufferfunktion übernimmt. Zudem hat der Meniskus eine stabilisierende Aufgabe und leistet einen Beitrag zur optimalen Verteilung der Gelenkflüssigkeit.

Wie das gesamte Kniegelenk, so sind auch die Menisken großen Belastungen ausgesetzt und können Schädigungen erleiden. Zu den häufigsten Verletzungen gehört der Riss des Meniskus im Kniegelenk, der sich durch Schmerzen, verminderte Belastbarkeit sowie eingeschränkte Beweglichkeit des Kniegelenks äußert. Der Meniskus besitzt aufgrund seiner eingeschränkten Durchblutung nur ein geringes Regenerationspotential, weshalb die meisten Meniskusrisse ohne einen operativen Eingriff nicht verheilen.
Im Normalfall ist die arthroskopische Operation die Methode der Wahl. Diese Art der Meniskusoperation hat den Vorteil, dass sich der Operateur ein präzises Bild des vorhandenen Schadens machen und diesen sofort behandeln kann. Die Arthroskopie ist eine Form der Knie- OP, die hohe Effektivität gewährt und zugleich die Einschnitte und somit die Schäden an Haut und Gewebe möglichst klein hält. Die Diagnose, die sich aus der Arthroskopie ergibt, führt dann zur Wahl der geeigneten medizinischen Methode.

Ein kapselnaher, glatter Riss kann mittels einer Meniskusrefixation behandelt werden. Bei dieser Meniskusoperation wird der betroffene Meniskus mit Hilfe von Nahtmaterial oder Meniskuspfeilen refixiert. Die Gefahr des Knorpelschadens wird bei dieser Methode minimiert und die Stoßdämpferfunktion des Meniskus bleibt erhalten. Es muss jedoch eine langwierige Nachbehandlung mit eingerechnet werden.

Eine weitere Variante der Meniskusoperation ist die Teilresektion, bei der das gerissene Stück des Meniskus entfernt wird. So viel wie nötig und so wenig wie möglich beschädigtes Material des betroffenen Meniskus wird entfernt, wobei in Verbindung mit dem Einsatz eines Implantats gute Prognosen zu verzeichnen sind. Da bei der Meniskusteilentfernung kein Heilungsprozess abläuft, kann das Knie bereits einen Tag nach der Knie- OP voll belastet werden. Die Belastung des Knorpels und somit das Verschleißrisiko steigt jedoch beträchtlich an.