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Wie sich Kontaktlinsen zu einer optimalen Sehhilfe entwickelten.
Geschrieben von Enrico Wnendt   
Saturday, 09 September 2006

Das kleine Scharfe – wie sich Kontaktlinsen zu einer optimalen Sehhilfe entwickelten. 

Informationen zu Kontaktlinsen und deren Bedeutung.


Wenn die Sehschwäche an sich schon eine ernsthafte Beeinträchtigung darstellt, so scheinen Brillen das Dilemma noch zu verschlimmern, denn sie machen sich nicht nur durch ein Druckgefühl beim Tragen unangenehm bemerkbar, sie können überdies immer wieder verrutschen und sind für den Träger recht hinderlich, was die allgemeine Beweglichkeit angeht. Doch zum Glück eines jeden geplagten Brillenträgers gibt es Kontaktlinsen, die nicht nur erheblich kleiner sind, sondern auch schön unauffällig bleiben, da sie für einen Dritten nicht sichtbar sind. Trotzdem gilt, dass Kontaktlinsen nicht gleich Kontaktlinsen sind, denn es gibt verschiedene Typen und jeder hat so seine eigenen Plus- und Minuspunkte.

Die Entstehungsgeschichte von Kontaktlinsen reicht übrigens weit in die Vergangenheit zurück - die Grundidee dafür lieferte bereits im 17. Jahrhundert ein französischer Philosoph, wobei das Vorhaben aber zur damaligen Zeit eher utopisch anmutete und es dauerte immerhin bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, dass die erste Umsetzung stattgefunden hat. Diese ersten Urtypen waren allerdings so geartet, dass sie sich kaum tragen ließen und erst 1949 gab es, dank Verwendung von Plexiglas statt herkömmlichem Glas, die ersten Modelle, die ihren heutigen Nachfolgern schon eher ähnelten, wenn auch die Tragezeit wegen der geringen Sauerstoffdurchlässigkeit noch recht begrenzt war.

Dieses Manko wurde dann endlich im Jahre 1976 behoben und die erste harte Kontaktlinse der neuen Generation wurde geboren. Die heutigen Linsen sind jedoch durch den ständigen Technologie-Fortschritt weitaus bequemer und angenehmer zu tragen. Dabei gilt es bei den harten Kontaktlinsen zu bedenken, dass sie sich im Laufe der Zeit durchaus verformen und somit der Hornhaut Schaden zufügen können. Andererseits haben die im Durchmesser nur 8-10 mm großen Linsen den Vorteil, dass durch die direkte Platzierung auf dem Auge und dem darunter liegenden Tränenfilm nicht nur eine bessere Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen gewährleistet wird. Auch das Risiko, dem Auge etwaige Schäden zuzufügen, sinkt dadurch erheblich. Weiche Kontaktlinsen bestechen dagegen vorwiegend wegen ihrer Flexibilität, auch wenn sie mit einem Durchmesser von 12-16 mm um einiges größer ausfallen. Denn gerade so haben sie, mit ihrem Rand unter dem Lidrand liegend, einen viel festeren Halt, was nicht zuletzt beim Sport positiv zur Geltung kommt, wo schon mal so manche Linse verloren gegangen ist.