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Informationen zur Osteopathie
Geschrieben von Thorsten Fischer   
Sunday, 27 May 2007

Die Osteopathie erfährt seit einiger Zeit in Deutschland eine grosse Nachfrage.

Da der Begriff Osteopathie gesetzlich nicht geschützt ist, ist es wichtig zu wissen, worauf man bei der Wahl des Therapeuten achten sollte und was überhaupt die Grundlagen und Hintergründe dieser ganzheitlichen Methode sind.

Viele Menschen leiden unter chronischen Schmerzen und funktionellen Beschwerden wie Schwindel, Tinnitus, Nackenverspannungen und anderen. Hier können häufig durch CT-Untersuchungen, Kernspintomographien und Röntgenbilder keine eindeutigen Diagnosen gestellt werden. Auch die Schmerztherapien mit muskelentspannenden und schmerzlindernden Mitteln führen für die Betroffenen häufig zu keiner dauerhaften Abhilfe. Desweiteren haben viele der Patienten das Gefühl, dass Ihren Beschwerden wirklich Aufmerksamkeit geschenkt wird. Kurze Untersuchungs- und Behandlungszeiten lassen keinen Raum für notwendige Tiefen für eine eingehende Beschäftigung oder Suche nach den Ursachen der Beschwerden.

Hier bietet die Osteopathie für eine grosse Anzahl von chronischen Schmerzpatienten und Menschen mit funktionellen Leiden eine sinnvolle Alternative.

Bei der gründlichen Eingangsuntersuchung werden alle bisherigen Beschwerden, Operationen, Unfälle etc abgefragt. Desweiteren wird der genaue Beschwerdeverlauf, andere chronische Leiden und die exakte Lokalisation und Qualität beurteilt.

Die Osteopathie beruft sich auf die Selbstheilungsmechanismen des Organismus- deswegen ist es wichtig, dass Patient und Behandler im engen Dialog bei Untersuchung und Behandlung stehen. Da die Osteopathie eine ganzheitliche Methode ist, sorgt der osteopathische Therapeut dafür dass der Patient die Beschwerden versteht und sich wieder im Einklang mit seinem Körper fühlt.

Die Grundlage für dieses Arbeiten legte der amerikanische Arzt Arthur Taylor Still (1828-1917). Er studierte verschiedenste Philosophen und manuelle Techniken und erschuf daraus die Osteopathie. Seit der Gründungszeit ist die Osteopathie von den Schülern und Schülerinnen von Still und den nachfolgenden Generationen um viele Techniken, wissenschaftliche Nachweise und Behandlungskonzepte bereichert worden.

Erst seit den Siebziger Jahren hat die Osteopathie langsam in Deutschland Fuss gefasst und die ersten Schulen wurden gegründet. Hierzulande zählt sie zur Heilkunde und darf nur von Heilpraktikern und Ärzten ausgeübt werden. Physiotherapeuten dürfen im Delegationsverfahren arbeiten.

Am weitesten verbreitet ist eine 5jährige berufsbegleitende Ausbildung an einer in der Bundesarbeitsgemeinschaft für Osteopathie (BAO) organisierten Osteopathieschule.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Untersuchung und Behandlung in der Regel nicht. Private Krankenkassen und Zusatzversicherungen tragen zum Grossteil die Kosten für eine osteopathische Behandlung und Untersuchung.

Bei den Preisen gibt es sehr grosse regionale und individuelle Unterschiede. Die Spanne reicht von 55 Euro bis 120 Euro.

Autor: Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie - Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können