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Erste Hilfe fuer Baby und Kleinkind
Geschrieben von Alexander Helm   
Saturday, 22 September 2007
Bei all den Geschichten und Schreckensnachrichten, die Sie als Eltern zu hören bekommen, und die sich zwangsläufig im Hinterkopf festsetzen, lohnt es sich, beizeiten den Blick auf die Realität zu richten. 

Denn in den nächsten Lebensjahren wird Ihr Kind mit Sicherheit unzählige Schürfwunden mit nach Hause bringen, es wird sich die Finger einklemmen und möglicherweise eine ganze Palette von Dingen probieren, die normalerweise nicht für den kindlichen Verzehr vorgesehen sind. Normalerweise sind diese Missgeschicke keine Tragödie, denn mit den richtigen Handgriffen und Kenntnissen gehen die meisten Situationen glimpflich aus.

Als gesunder Erwachsener atmen Sie etwa fünfzehnmal in der Minute ein und aus. Ihr Herz schlägt in derselben Zeit zwischen 60- und 80-mal. Wenn es darum geht, die Gesundheit eines Kindes zu beurteilen, machen Eltern oft den Fehler, vom eigenen Körper auszugehen. Das kann leicht zu einem völlig falschen Eindruck führen, denn die biologischen Normalwerte eines Kindes unterscheiden sich meist deutlich von denen eines Erwachsenen. Bevor man also zum Telefon greift, um den Notarzt zu rufen, weil der Nachwuchs vermeintlich unter Herzrasen leidet, sollte man sich klarmachen, dass die Normalwerte für den Puls bei Kindern deutlich höher liegen. 140 Herzschläge pro Minute sind für Neugeborene normal. Beim Baby sinkt der Wert auf 120 Schläge pro Minute, bei Kleinkindern auf 100. Vom Ruhepuls eines Erwachsenen ist das weit entfernt. Auch die 60 Atemzüge, die ein Neugeborenes jede Minute macht, würden bei jedem Erwachsenen in kürzester Zeit zur Ohnmacht führen. Für die winzigen  Lungen Ihres Nachwuchses ist diese Atemfrequenz jedoch perfekt. Sie sinkt erst im Laufe der Monate auf 30 Atemzüge bei Säuglingen und weiter auf  25  bei Kleinkindern.