| Erdmandeln Chufanuesse oder Tigernuesse |
| Geschrieben von Ulrike Maldoff | |
| Sunday, 01 July 2007 | |
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Erdmandeln, auch Chufa- oder Tigernüsse genannt, gehören zu den gesündesten natürlichen Nahrungsmitteln, die vom menschlichen Organismus auf hervorragende Weise verwertet werden können. Erdmandeln sind die unterirdisch wachsenden Knollen des Erdmandel- oder Tigergrases. Es wurde bereits bei den alten Ägyptern aufgrund der heilenden und nährenden Eigenschaften seiner Knollen kultiviert. Heute wachsen Erdmandeln hauptsächlich in Spaniens sonniger Region Valencia. Dort und in ganz Spanien bilden sie, nicht zuletzt in Form eines Erfrischungsgetränk, der Mandelmilch oder “Horchata”, einen festen Bestandteil des täglichen Speiseplans. Auch hierzulande ist die Erdmandel zu bekommen und erfreut sich eines immer größeren Interesses. Zu Recht, denn die Erdmandel ist ausgesprochen reich an leicht verdaulichem Protein und ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und Vitamin E und gut für Ihre Gesundheit. Zusätzlich enthält die Knolle zahlreiche Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Zusammensetzung macht die Erdmandel in verschiedener Hinsicht zum idealen Nahrungsmittel. Der Anteil ungesättigter Fettsäuren beträgt ganze 25%. Diese essentiellen Fettsäuren, die der Körper nur über die Nahrung aufnehmen kann, senken das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen. Die mit 30% vertretenen Ballaststoffe sind von grundlegender Bedeutung für eine funktionierende Verdauung. Sie wirken anregend auf die Darmtätigkeit und sorgen für regelmäßigen Stuhlgang. Die Faserstoffe verursachen eine natürliche Massage der Dickdarmschleimhaut und wirken so präventiv gegen Darmprobleme. Ein Anteil von 7% pflanzlichem Eiweiß, das eine gute und leichter verdauliche Alternative zu tierischen Eiweißen darstellt, macht die Erdmandel insbesondere für Vegetarier interessant. Vitamin E schützt die Zellen vor Oxidationen und Schädigungen durch Freie Radikale. Schließlich enthält die Erdmandel noch einen richtigen Mineralstoffmix aus Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan und Phosphor. Bereits mit 30 Gramm Erdmandel ist der Tagesbedarf an allen wichtigen Pflanzenstoffen gedeckt. Die Erdmandel wird aufgrund ihrer Reichhaltigkeit und Verwertbarkeit auch als “Supernuss” bezeichnet und in der Tat kann dieses Nahrungsmittel jeden Speiseplan bereichern. Die gesunde Knolle hilft übrigens nicht nur der Verdauung auf die Sprünge, sondern sorgt letztlich auch für eine schöne Haut in der Kosmetik. Denn während viele Hautprobleme auf Darmprobleme rückführbar sind, geht umgekehrt eine konstante Darmtätigkeit mit einem klaren Hautbild einher. Ebenso sind die essentiellen Fettsäuren unverzichtbar für eine intakte Hautschutzbarriere, die die Haut vorm Austrocknen und vor eindringenden Krankheitserregern schützt. Vitamin E schließlich ist als Zellschutzvitamin auch gegen die Hautalterung aktiv. Die Erdmandel ist aber nicht nur gesund, sondern schmeckt auch noch hervorragend. Durch ihre natürliche Süße kann sie als gesunde Diätnahrung vor Heißhungerattacken bewahren. Sie wird selbst von Haselnuss- und Erdnussallergikern vertragen und kann so beim Backen und Kochen andere Nussarten ersetzen. Um sich schnell mit Energie zu versorgen, eignen sich die Nüsse auch als Snack in den Arbeitspausen oder bei sportlichen Aktivitäten. Erdmandeln sind im Handel als unbehandelte, getrocknete Nüsse, aber auch in Form von Flocken, Mehl und Öl erhältlich und lassen sich so leicht in gewohnte Gerichte integrieren. |