| Der Kampf gegen Lippenherpes |
| Geschrieben von Lina Anderson | |
| Wednesday, 04 April 2007 | |
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Lippenherpes geplagte Menschen erkennen die ersten
Anzeichen sofort: Die Haut an der befallenen Stelle kribbelt und spannt.
Innerhalb von ein bis zwei Tagen sind deutlich sichtbare Bläschen auf der Lippe
zu finden. Diese Bläschen machen die Lippe dann schmerzempfindlich.
Die Viren vom Typ Herpes simplex, welche durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden, sind die Auslöser. Sie vermehren sich in der Haut und ziehen sich dann in Nervenknoten zurück. Auf das Frühstadium mit Kribbeln folgt die Bläschenphase, in der flüssigkeitsgefüllte Pusteln in der befallenden Region entstehen. Diese platzen auf und hinterlassen nässende Stellen. Im Verlauf der Erkrankung bildet sich eine Kruste, welche immer wieder aufreißen kann. Nach ein bis zwei Wochen ist die Herpesattacke überstanden und der Schorf fällt ab. Obwohl 90 Prozent der Deutschen diese Viren ein Leben lang in sich tragen, bricht nur bei einem Drittel Lippenherpes regelmäßig aus. Häufig ist ein geschwächtes Immunsystem der Grund für diese Erkrankung. Die Auslöser können bei jedem Menschen verschieden sein. Vor allem aber zählen dazu: Infekte oder Allergien, starke UV-Strahlung, Stress, Hormonschwankungen, Klimawechsel und Ekel. Da das Sekret in den Bläschen Herpesviren enthält, ist Lippenherpes sehr ansteckend und kann z. B. beim Küssen übertragen werden. Die Viren lassen sich allerdings auch durch ungewaschene Hände verbreiten (jedoch muss man dazu das Bläschen vorher berührt haben). Zudem besteht immer die Gefahr, dass man die Viren ins Auge verschleppt und auch dort eine gefährliche Herpesinfektion riskiert. Was hilft gegen Lippenherpes? Hier helfen vor allem so genannte Virustatika, in denen der Wirkstoff Aciclovir enthalten ist, wie z. B. Zovirax. Die Vermehrung der Viren wird dadurch gebremst. Jedoch muss der Wirkstoff Aciclovir bereits beim ersten Kribbeln aufgetragen werden, um wirken zu können. Der Wirkstoff Penciclovir dagegen, welcher in Fenistil Pencivir enthalten ist, soll auch noch in der Bläschenphase wirken (bis zu zehn Stunden lang). Durch die schnellere Verkrustung der Bläschen, wird die Heilungszeit verkürzt. Zur Behandlung von Lippenherpes hat sich auch die Heilpflanze Melisse bewährt, welche sogar vorbeugend wirkt. Als Hausmittelchen gegen Lippenherpes eignet sich aber auch Honig. Hier wurde in Studien bewiesen, dass die antibakteriellen Eigenschaften von Honig die Bläschen schneller abklingen lassen. Das Abdecken der Bläschen mit Zahnpasta dagegen, fördert zwar das Austrocknen, kann aber gegen die Viren nichts ausrichten. Vorbeugung Eine stabile Hautbarriere macht es den Viren schwer, in die Haut einzudringen. Daher ist eine regelmäßige Pflege für gesunde Lippen Voraussetzung. Es gilt: Substanzen die viel Fett enthalten, trocknen das Gewebe aus. Deshalb eignen sich besser befeuchtende Produkte mit Dexpanthenol. Werden die Lippen einer großen UV-Strahlung ausgesetzt, sollte man sie mit einem Sunblocker schützen. Eine Starke Abwehr verhindert zudem, dass die Virusinfektion ausbricht. |