Menu Content/Inhalt
Web-Artikel arrow Gesundheit arrow Akne vulgaris und das Seborrhoische Ekzem
Akne vulgaris und das Seborrhoische Ekzem
Geschrieben von Michael Calinski   
Saturday, 14 July 2007

Der morgendliche Blick in den Spiegel bestätigt nur das, was man bereits kurz nach dem Aufwachen in seinem Gesicht ertastet hat: ein neuer Pickel hat sich über Nacht gebildet und belastet das Gesicht mit einem weiteren Makel.

Bei Menschen, die unter mittelschwerer Akne leiden, dreht sich meist schon der erste Gedanke des Tages nur um die Gesichtshaut, um Akne Pickel, Pusteln und Knoten. Rote Stellen im Gesicht, die bei vielen Betroffenen am Selbstbewusstsein nagen, obwohl sie von Aussenstehenden, trotz optischer Auffälligkeit, in der Regel überhaupt nicht bewusst wahrgenommen werden, schließlich ist Aknehaut vor allem bei jungen Männern keine Seltenheit.

Ganz besonders belastend ist das Hautbild aber bei Menschen, die neben Akne noch an weiteren Hautkrankheiten leiden und sich somit gleich mit mehreren kleinen bis großen Hautproblemen auseinander setzen müssen. Eine davon ist in manchen Fällen zum Beispiel das Seborrhoische Ekzem oder auch Seborrhoische Dermatitis genannt. Eine Hauterkrankung, die in der Regel nicht nur das Gesicht, sondern auch andere Stellen des Körpers betrifft.

So ist bei den meisten Betroffenen in erster Linie die Kopfhaut betroffen. Weiße bis teils gelbliche Schuppen bilden sich unaufhörlich und es kommt in vielen Fällen zu starkem Juckreiz. Im Gesicht ist besonders der Bereich rund um die Nase betroffen, das heißt der Wangenbereich, die Nasenflügel und Nasenwurzel. Auch hier schuppt die Haut sehr stark, was zu einer fast permanenten Rötung führt. Die Haut wirkt ausgetrocknet, was viele Betroffene dazu veranlasst, die Stellen mit handelsüblichen Feuchtigkeitscremes zu behandeln. Eine positive Wirkung bleibt aber aus, denn die Ursache für die Schuppung der Haut liegt eher im Innern. Hefe-Pilze, über die eigentlich jeder Mensch in gewissem Maße verfügt, sind bei Patienten mit dem Seborrhoischen Ekzem vermehrt in der Haut vorhanden und der Grund für den Hautausschlag. Zur Behandlung der betroffenen Stellen ist daher eher die Verwendung von Pilzmitteln, sogenannten Antimykotika, sinnvoll. Für die Behandlung der Kopfhaut gibt es wiederum spezielle Shampoos, die zusätzlich zur normalen Haarpflege zwei bis drei mal pro Woche in das Haar einmassiert werden sollten.

Wer sich vom Hautarzt beraten lässt und die Symptome des Hautausschlags regelmäßig mit seinen Arzneimitteln in Schach hält, kann zumindest was das Seborrhoische Ekzem angeht, relativ unbeschwert durchs Leben gehen. Die Behandlung der Akne vulgaris erweist sich oft als komplizierter und schwieriger. Dafür lässt sie aber im Erwachsenenalter in vielen Fällen stark nach, was sich von der Seborrhoischen Dermatitis eher nicht behaupten lässt.

Autor: calinski[at]paradisi.de