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Die Fotografie als Hobby
Geschrieben von Horst Müller   
Monday, 22 January 2007
Zu einem der beliebtesten Hobbys, denen die Deutschen einen Teil ihrer Freizeit widmen, zählt unangefochten die Fotografie.

Oftmals steht dabei nicht einmal die eigentliche Fotografie als solche vordergründig im Mittelpunkt der Freizeitaktivitäten, vielmehr dient eine kleine handliche Digitalkamera als unauffälliger Begleiter der Dokumentation des Geschehens. Ob bei Sportveranstaltungen oder bei festlichen Höhepunkten, bei Treffen mit Freunden oder familiären Ereignissen, bei sonntäglichen Ausflügen oder an entfernten Urlaubsorten, bei kaum einer Gelegenheit ist eine Digitalkamera nicht schnell zur Hand, um bildliche Erinnerungen fotografisch festzuhalten.

Neben diesen hobbymäßigen Freizeitknipsern gibt es dann noch diejenigen, bei denen die Fotografie mehr ist, als nur eine Möglichkeit Erinnerungsfotos fürs Fotoalbum zu schießen. Nicht nur Berufsfotografen, Fotojournalisten und Fotodesigner betrachten die Fotografie aus einem anderen Blickwinkel. Auch für viele ernsthafte Fotoamateure ist die Fotografie zu einem eigenständigen Hobby und wertvollen Bestandteil ihres Lebens geworden, der wesentlich mehr bedeutet als nur Personen und Landschaften abzulichten.

Diese Ernsthaftigkeit spiegelt sich sowohl bei der Planung der Freizeit wieder als auch bei der erforderlichen Ausrüstung. Ambitionierten Fotoamateuren genügt meist eine einfache Digitalkamera mit Display und festeingebauten Zoomobjektiv nicht. Bei ihnen sind Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven die erste Wahl, um auch schwierige Aufnahmesituationen zu meistern. Je nach persönlichen Vorlieben für eine bestimmte fotografische Richtung, kommen dann noch viele weitere Utensilien hinzu. So wird ein Natur- und Landschaftsfotograf über ein bis zwei zusätzliche Weitwinkelobjektive verfügen, die über den Brennweitenbereich herkömmlicher Zoomobjektive hinausgehen. Ebenso wird ein Fotoamateur, welcher sich auf das Gebiet der Tierfotografie spezialisiert hat, Teleobjektive mit größerer Brennweite oft bevorzugen, sowie als Zubehör ein stabiles Stativ bei seinen Exkursionen mit sich führen.

Unabhängig von der Richtung haben Fotoamateure eines gemeinsam, sie möchten ihre Aufnahmen einen größeren Personenkreis präsentieren und möglichst positive Kritiken erhalten. Nur eine gute Aufnahme zu fertigen und bei einem Fotowettbewerb einzureichen, reicht hier schon lange nicht mehr. Damit eine Fotografie von einer Wettbewerbsjury   überhaupt angenommen und beachtet wird, muss diese schon ein gewisses Niveau besitzen. Immer sollte jedoch die Freude am Hobby Fotografie und am kreativen Schaffen im Vordergrund stehen, außer bei der Fotografie von wildlebenden Tieren. Bei letzterer sollte ein gewissenhafter Fotoamateur zuweilen lieber auf eine Aufnahme verzichten, wenn er durch seine Nähe die Tiere in ihren natürlichen Verhalten stören könnte.