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Rente mit 67
Geschrieben von Hening Petrat   
Monday, 02 April 2007
Die Reformen zum Rententhema sind mehr als notwendig, jedoch müssen höchstwahrscheinlich noch einige weitere Dinge geändert werden, um das System auf lange Sicht zu stabilisieren.

Nun wird das Thema der privaten Rentenversicherung ganz bestimmt erst so richtig einschlagen, denn beschlossene Sache ist sie nun: Wer 1964 und später geboren wurde, darf erst im Alter von 67 Jahren in Rente gehen, um die vollen staatlichen Rentenzahlungen zu erhalten. Wer eher berentet werden will, der dürfte mit erheblichen Einbußen rechnen. Am 09. März 2007 beschloss der Bundestag die stufenweise Anhebung des Rentenalters, am 30. März 2007 bestätigte dies der Bundesrat.

Das Thema der Renten ist in der Tat ein sehr leidliches. Die Grundidee ist vom Prinzip her hervorragend, dass die jüngere Generation die ältere Generation sozusagen bezahlt. Doch weil die Alterspyramide sich gravierend umdreht, es also mehr ältere geben wird als jüngere Bürger, ist das Rentensystem so nicht mehr finanzierbar. Die Rente mit 67 Jahren dürfte finanzmathematisch nur eine minimale Annäherung an das eigentlich zu erreichende Ziel einer Weiterfinanzierung der bisherigen Renten sein. Denn: Man muss bedenken, dass diese Änderung erst in mehr als 20 Jahren in Kraft tritt und demzufolge zum heutigen Zeitpunkt das Rentensystem in keinster Weise entlastet. Die finanzielle Entlastung kommt erst dann, wenn die ersten Bürger „verspätet“, also älter als mit 65 Jahren in Rente gehen. Es ist in der Tat vorherzusehen, dass der Apfel hier noch lange nicht geschält ist. Denkbar ist, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre anzuheben. Man muss leider die Seite der Finanzierbarkeit sehen, die solche gravierenden Änderungen eigentlich erforderlich machen, um das Rentensystem fortan bezahlen zu können. Die andere Seite ist natürlich die, ob man in solch hohem Alter überhaupt noch in der Lage ist, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen.

Es ist jedem nur dringend anzuraten, die private Altersvorsorge selbst in die Hand zu nehmen und diese mit diszipliniertem Sparen voranzubringen. Auf jeden Fall sollten staatliche Fördermöglichkeiten wie die Rürup oder Riester Rente genutzt werden., um sich zunächst einmal diese Zulagen zu sichern. Es sollte natürlich klar sein, dass man noch zusätzliche Altersvorsorge-Anlagen benötigt, um später den gewohnten Lebensstandard zu haben. Wer zudem eher aufhören möchte zu arbeiten und nicht den weiten Weg bis 67 oder evtl. sogar noch länger gehen will, für den wird dies erst recht erforderlich sein.