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Offene Immobilienfonds
Geschrieben von Guido Wegg   
Friday, 30 March 2007

Offene Immobilienfonds als Alternative zur Festgeldanlage?

Eine Festgeldanlage bei einer renomierten Bank gilt als eine sehr sichere Geldanlage. Ein Anleger bestimmt dabei den Zeitraum, für den er sein Geld fest anlegen möchte und erhält dafür den vereinbarten Zinssatz. Je länger er sich bindet, desto höher ist in der Regel der vereinbarte Zins. Möchte jedoch der Anleger vorzeitig sein Geld abziehen, muß er je nach Vereinbarung mit einem Abschlag rechnen.

Offene Immobilienfonds gelten ebenfalls als relativ sichere Geldanlage. Die Wertentwicklung bei offenen Immobilienfonds, ersichtlich in einem Chartbild, verlief über die letzten Jahre oder Jahrzehnte sehr stetig und lag meistens 1-2 % über der Verzinsung von Festgeld. Die Fondsanteilspreise stiegen kontinuierlich an, selbst über kurzfristige Zeiträume von beispielsweise einem oder zwei Jahren konnten Anleger mit offenen Immobilienfonds keinen Verlust machen. Dies galt insbesondere für im Euroland investierende jüngere offene Immobilienfonds.

Offene Immobilienfonds weisen jedoch ein Problem auf. Beim Kauf direkt bei der Fondsgesellschaft wird der sog. Ausgabeaufschlag von ca. 5 % der Anlagesumme fällig. Wenn man diese Kosten bezahlen muß, lohnen sich offene Immobilienfonds in der Regel nicht als Alternative zur Festgeldanlage. Fondsdiscounter bieten dagegen die meisten offenen Immobilienfonds mit einem Rabatt von 100 % auf den Ausgabeaufschlag an. Bei der Auswahl eines offenen Immobilienfonds, der zu 100 % rabattierbar ist, fallen keine Kaufkosten an. Nur in diesem Falle stellen offene Immobilienfonds eine echte Alternative zur Festgeldanlage dar.