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Fremdwährungskredit
Geschrieben von Oliver Balk   
Wednesday, 25 October 2006

Einer der größten Unterschiede zu herkömmlichen Kreditarten besteht in der Möglichkeit, dass sich Ihre Schuld durch Wechselkursveränderungen auch verändert kann. Dies kann für Sie so eine postitive als auch eine negative Veränderung sein. Ihre Schuld kann also steigen bzw. fallen.


Eine Fremdwährungs-Finanzierung ist eigentlich ein Kredit, den Sie nicht in der Landeswährung aufnehmen können. 

Die Anwendung dieser Finanzierungsform ist für Firmenkunden üblich. In verstärktem Maße wird es für Privat-Kunden erst seit ungefähr 1990 verwendet.
Wegen den Kursveränderungen kann man sagen, dass es sich hierbei um einen riskanten Kredit handelt. Wer diese Finanzierungsart bevorzugt, sollte über gründliche finanzwirtschaftlichen Kenntnisse verfügen. Dies wäre auch einer der wichtigsten Unterschiede im Hinblick auf die herkömmlichen Kreditarten. Da Veränderungen hier sich auf die Währung auswirken können, sollte die wirtschaftliche Entwicklung genau beobachtet werden.

In Österreich wird diese Finanzierungsart in der Regel endfällig aufgenommen. Dies heißt, dass während der Kreditlaufzeit nur Zins-Zahlungen geleistet werden, und am Ende der Laufzeit der eigentliche Betrag getilgt wird. In der Regel wird, um den Darlehensbetrag anzusparen, ein Anspar-Plan abgeschlossen, weil durch die zu erwartenden Kursgewinne bei Wertpapier-Veranlagungen weitere Kostensenkungen zu erwarten sind. Dies bedeutet aber, dass man weiteren Risiken eingehen muss. In Österreich wird dieser Finanzierungsart besondere Interesse geschenkt, da laut Statistik 40% der in der EU vergebenen Yen-Kredite hier aufgenommen werden.

Dabei liegt der Scharm dieser Finanzierungsart auf der Hand: - in mehreren nicht EU-Staaten liegen Zinsen viel niedriger als in der EU. Für ein Darlehen bei gleichem Kredit-Volumen, das in Yen oder Schweizer Franken aufgenommen wurde, werden viel wenigere Zins-Zahlungen geleistet als für einen EU-Kredit.

Dies hat aber so positive als auch negative Seiten, da unser Erfolg in ganz engem Zusammenhang mit dem Wechselkurs ist. Wir dürfen also das Wechselkurs-Risiko auf keinem Fall ausser Acht lassen.

Laut OeNB (Österreichische National Bank) ist diese Finanzierungsart nicht für Privatpersonen geeignet, da hierbei es sich zugleich auch um eine Währungs-Spekulation handelt. Sollten Sie einen Kredit für den Bau eines Hauses benötigen, werden Sie von OeNB geratet auf einen EU-Kredit zurückzugreifen.
Bevor Sie sich für diese Finanzierungsform entscheiden, sollten Sie sich auf jedem Fall mit einem Finanzierungsberater konsultieren. Eine weitere große Hilfe kann ein Online Kreditvergleich auch sein. Hier sind einige der wichtigsten Vor- und Nachteile eines Fremdwährungskredites:

Vorteile eines Fremdwährungskredites:

  • Mögliche niedrigere Kredit-Zinsen in der Fremdwährung.

  • Mögliche Währungs-Gewinne durch Kursveränderungen zwischen der eigenen und der Fremdwährung

Nachteile eines Fremdwährungskredites:

  • Die Währung kann zu Ungunsten des Kredit-Nehmers steigen.

  • Im Falle der variablen Zinsvereinbarung gibt es ein Risiko, dass die Zinsen in der Fremdwährung steigen

  • Kredit-Verträge enthalten meist Klauseln, dass die Bank ab einem gewissen Verlust den Kredit ohne Zustimmung des Kredit-Nehmers in die eigene Währung konvertieren darf. Dadurch würde die monatliche Rate des Kredit-Nehmers ohne seinen Willen erheblich vergrößert, weil in der eigenen Währung die Zinsen oftmals höher ausfallen als in der Fremdwährung.

Quelle: www.schnell-kredit.info