| Flexibler und rentabler als das Sparbuch |
| Geschrieben von Winfried Strauss | |
| Thursday, 08 March 2007 | |
|
Das Tagesgeldkonto: Flexibler und rentabler als das Sparbuch Gerade in der heutigen Zeit, in der kaum jemand mit Sicherheit weiß, ob er seinen Arbeitsplatz auf Dauer behalten wird, ist es wichtig, dass man eine Geldanlageform wählt, die sich rentiert.
Der alte Sparstrumpf hat längst ausgedient und auch das Sparbuch verliert mehr
und mehr an Anerkennung. Die Gründe sind plausibel:
Sparer wollen ihr Geld nicht einfach nur sicher verwahren, sondern auch vermehren.
Ein Sparbuch bietet mit ca. 1% durchschnittlichem Zins kaum die Möglichkeit,
mit der Inflation Schritt zu halten. Ein weiterer Vorteil ist die tägliche Verfügbarkeit über die Spareinlagen. Während beim Sparbuch für eine Abhebung von über 2000 EURO Vorschusszinsen zu zahlen sind, können die Kunden eines Tagesgeldkontos täglich über ihr Geld verfügen. Tatsächlich ist es allerdings nicht ganz so einfach: Bevor der Kunde über sein Geld verfügen kann, muss er es zunächst einmal abheben. Dies gelingt bei vielen Direktbanken nur noch via Onlineüberweisung auf das zuvor festgelegte Referenzkonto (hierbei handelt es sich meist um das eigene Girokonto). Manche Banken bieten auch Telefonbanking oder einen Vorort-Service in einer Filiale an, jedoch kann dieser erweiterte Service auf Kosten des Zinssatzes gehen. Zudem: Ein Tagesgeldkonto ist kein Verkehrskonto, d.h. Überweisungen auf andere Konten als das Referenzkonto oder Lastschriften sind nicht möglich. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Bank theoretisch jeden Tag den Zinssatz verändern kann. In der Praxis hat sich allerdings herausgestellt, dass ein Tagesgeldkonto meistens mehrere Monate, wenn nicht gar Jahre, einen stabilen Zinssatz gewährt. Dass die Banken hierfür Sorge tragen ist kein Wunder: Da ein Tagesgeldkonto keine Kündigungsfrist hat, könnten die Kunden im Falle eines übermäßig häufigen oder unangemessenen Zinswechsels zu einer anderen Bank abwandern. Befürchtungen, dass das auf dem Tagesgeldkonto eingelagerte Geld im Falle eines Konkurses der Bank verloren sein könnte, sind unbegründet - es unterliegt der Einlagensicherung. Zwar beträgt die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherungsgrenze lediglich 90% der Einlagensumme, doch sind die Einlagen bei den meisten Banken mit Hilfe von freiwilligen Einlagenfonds noch zusätzlich abgesichert, so dass im Falle eines Falles kein tatsächlicher Verlust entstünde. |