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Kartendrucker
Geschrieben von Manfred Gutacker   
Monday, 03 December 2007

Chipkarten können mithilfe von eine sogenannten Kartendrucker bedruckt werden. In immer weiteren Bereichen werden die auch als Plastikkarten oder "Smart Cards" bekannten Chipkarten inzwischen gebraucht, die EC-Karte oder die Krankenkassenkarte sind allseits bekannte Beispiele. Ein Chipkartendrucker kann die Plastikkarten nicht nur rein optisch bedrucken, sondern auch die darin eingefassten Magnetstreifen lesen und kodieren. Auch RFID Karten sind von dem Gerät lesbar. Dieses Verfahren heißt auch "Personalisierung", denn die Karte bekommt hierdurch ihre eigenen spezifischen Informationen. Bedienen lassen sich die Drucker durch Programmier-Sprachen oder spezielle Treiber.

Üblicherweise befindet sich in jedem Chipkartendrucker ein Farbband, dieses ist mit einem "Thermodruckkopf" verbunden. Wird also die zu bedruckende "Plastic Card" in den Drucker gegeben, wird die Farbe mithilfe von Thermo-Impulsen aus dem Druckkopf vom Film auf die Karte übertragen. Es wird in der Regel eine Auflösung von 300 dpi erreicht, das entspricht fast 12 Punkten/mm. Danach versiegelt der Drucker die fertige Chipkarte mit einem klaren Overlay, das die Karte gegen mechanischem Abrieb und Sonneneinstrahlung weitestgehend resistent macht.

Das Prinzip dieser Technik wird im Grunde genommen kaum variiert, gibt es große Qualitätsunterschiede. So können beispielsweise einige Drucker die Plastic Cards zur gleichen Zeit beidseitig bedrucken. Das Thermo-Transfer- und das Thermo-Sublimationsverfahren sind die beiden gängigsten Methoden, die auseinanderzuhalten sind. Zur Anwendung beim Thermotransferverfahren kommen monochrome (also einfarbige) Farbbänder. Vorbedruckte RFID Karten kommen bei diesem Verfahren in aller Regel zum Einsatz. Die Thermosublimation dagegen bezeichnet ein Verfahren, in dem das Farbband nicht mono-, sondern polychrom ist. Die Karte wird also mehrmals am Farbband entlang geführt und die verschieden Farben werden übereinander "geschichtet", wodurch eine beeindruckende Farbtiefe zustande kommt. Die Zahl der Farbtöne beläuft sich auf fast 16 Millionen. Zwei Verwandte Druckverfahren sind außerdem die Thermo-Sublimation und das Retransfer-Verfahren. Nur wird hier zunächst ein Druckfilm spiegelverkehrt bedruckt, bevor er auf die Karte transferiert wird. Auch die Ränder der Karte kann man so bedrucken.

Einer der modernsten Kartendrucker ist beispielsweise der "Zebra P330i". Für welches Druckverfahren man sich entscheidet, steht dem Anwender bei diesem Drucker völlig frei, denn beide sind optional verfügbar. Die Druckzeit beträgt durchschnittlich 3,5 bzw. 25 sek/ Karte. Darüber hinaus verfügt der Zebra P330i über einen USB-Anschluss und eine Ethernet-Schnittstelle.

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Autor: Daniel Keppler
Mail: manfred.gutacker[at]freenet.de