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Berater Coaching: Führung mithilfe von Körpersprache Kommunikation
Geschrieben von Peter Bödeker   
Friday, 27 July 2007

Beim Coaching der Führung geht es zu Beginn um die Hauptaufgaben der Führungskraft: Gruppen an einem Strang ziehen zu lassen und in Gruppen oder bei einzelnen Arbeitnehmern Motivation auszulösen.

In diesem Fall kann die Körpersprache einen bedeutsamen Beitrag leisten und, was in der Regel noch bedeutender ist, konfliktträchtige körpersprachliche Zeichen wie z. B. unabsichtliche abneigende Körperhaltungen zu vermeiden.

Ein wichtiges Element für Führung und Coaching ist die Gewahrwerdung und Sensibilisierung für Körpersprache. Gemäß Albert Mehribian wird 55% der Wirkung einer Aussage durch die Mimik, die Gestik und die weiteren Ausdrucksmerkmale erreicht, wenn der Rezipient die Nachricht sprachlich nicht oder nur partiell begreifen kann - dies zeigt wie bedeutsam die Berücksichtigung der Körpersprache bei der Kommunikation ist.

Grundsätzlich ist es nicht die Rolle des Coachings, Angelegenheiten des Mandanten zu beseitigen, sondern ihm Maßnahmen, Denkweisen und Verfahrensweisen mit zu geben, damit dieser selbst Problemlösungen erarbeiten kann. Ein günstiger Anfang ist zum Beispiel, wenn der Coach der Führung zunächst die Grundsteine der Körpersprache aufzeigt: Sie ist als symbolische Sprache die früheste Gestalt der Kommunikation, gibt Rückmeldung über die psychische Stärke und wird nur wenige Male voll bewusst vernommen. Noch dazu kann man sagen, dass Körpersprache ein ehrlicher Spiegel unserer Denkweisen ist, es gibt in der Regel keine „zufälligen“ körperlichen Regungen, und damit kostbare Fingerzeige zur Weiterführung von Unterredungen gibt.

Man kann Körpersprache in aktive Kommunikation (Nicken des Kopfes, Akzentuierung einer Aussage mit Handbewegungen, überdrüssig abwinken) und in passive Erwiederungen (Heben der Brauen, Schließen der Arme, Weichen) zerteilen. An diesem Punkt werden vor allem Kampfsignale (Zeigefinger, Stift), Barrieresignale (Beine, Arme), Oberkörpersignale (Zu-Neigung, Abneigung), Verneinungssignale (Wegwischen, Zuhaltung des Mundes, Griff an die Nase - „hier stinkt mir etwas“) unterteilt.

Der Trainer kann die Führung für den Einsatz der Körpersprache sensibel machen, Möglichkeiten des bewußten Einsatzes zeigen und damit dem leitenden Angestellten einen Beginn in den bewussten Einsatz der Körpersprache möglich machen - der Kernpunkt ist dabei ausnahmslos das bewusste Wahrnehmen der von uns selbst in jedem Moment ausgestrahlten körperlichen Signale.

Autor:av[at]boedeker.de